Kid Alex - Colorz

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Kid Alexs "[i]Colorz[/i]" ist revolutionär - und doch irgendwie nix neues. Nur hat sich noch keiner getraut die vielen musikalischen Einflüsse mal auf einem einzigen Album unterzubringen. Zwar ist ein buntes Bild nicht immer gleich ein hübsches, aber Kid Alex haben es meisterhaft geschafft aus einem Konglomerat aus Rock, House, Soul, Reggae, Funk und Punk ein kleines Meisterwerk zu schaffen. Dass dabei eine Scheibe rauskommt, die - wenn überhaupt - gerade noch in die Popschublade passt, stört die beiden Produzenten hinter Kid Alex (Andreas Meid und Alex Ridha) aber so gar nicht. Alex war vor einiger Zeit noch ein gehypter House DJ in Hamburg und Andi hat schon so ziemlich alles aus dem Hamburger Eimsbusch Umfeld produziert (Begginer, Ferris MC und co) und so ist es kein Wunder, dass die Struktur der Tracks auf "[i]Colorz[/i]" eher dem House Umfeld entspringt, um Beats zentriert sind und machmal dann doch manchmal wie Cut'n'Pop Nummern aus den 80er klingend, zumal Kid Alex Vocals ein bißchen Klingen als ob er bei David Bowie und Eisfeld/Jan Delay Gesangsunterricht hatte, oder ist es ein Vocoder? Laut Alex klingt seine Stimme aber nunmal so, "[zit]Wie ein indischer Taxifahrer[/zit]". Weil sowas vielleicht nicht jedermans Sache ist, hat man sich noch Kimo Green und Ms Marx ins Boot geholt, die der einen oder anderen Nummer ihre Stimme verpassten. Zwei Songs des Albums (Fame und Young Love) wurden in Clubs - und nicht nur in deutschen - schon rauf und runter gespielt, von Viva wurden Kid Alex sogar für den Radio-Nachwuchs Echo nominiert (zusammen mit [li]Wir sind Helden[/li] und anderen). Ein Track wird in Deutsch gesungen, und klingt durch den artifiziellen Einsatz der Vocals ein bißchen wie eine remixte [li]Kraftwerk[/li] Nummer, Wake Up! ist eins Hiphop/Soul Nummer, flockig leicht und sehr Klischeehaft. Wer offen genug ist, um diesem wilden Genremix eine Chance zu geben, wird mit "[i]Colorz[/i]" bestimmt eine Menge Spaß haben, zumal sich die durchweg tanzbaren Nummern auch gut für jede Party eigenen. Wenn ihr zu den Leuten gehört die sich Fragen, warum zur Hölle wir dieses Album auf WS rezensiert haben, dann entgeht euch ein wundervolles Werk der Modernen Popkultur.