Dänemark ist ja verglichen mit umliegenden Ländern vergleichbar mit einem Mittelhandknochen in einer Hand, klein und unbemerkt. Hat man sich selbigen aber gebrochen fällt es einem sicher schwer, seinen seine Finger ordentlich zu bewegen. Das tun dann Barcode umso mehr, abwechselnd den Mittelfinger und den Zeigefinger. Barcode wird den meisten Anhängern des Hardcore sicher ein Begriff sein. Mit ihrem stark sehr metallastigen kraftvollen Stil haben sich die Dänen über die Jahre hinweg einen guten Ruf bei den Fans erarbeitet und das sicher auch zu Recht. Ganz im Stil der guten alten Hardcoregilde greifen Bardcore auf die klassischen Elemente des Hardcore zurück, wozu natürlich auch gesellschaftskritische Texte gehören. So hacken die Dänen beispielsweise im Songs "Fanatics" auf George Bush und anderen Mächtigen herum. Auch macht sich die Bands gern über Leute wie Michael Jackson oder Britney Spears lustig. So lassen die Dänen nichts Gutes an verschiedensten Leuten, die sie nicht mögen. Sehr lustig. Genauso scheren sich die Jungs etwas um Klischees, die gerade im Hardcore weit verbreitet sind. Im Gegenteil. Barcode räumen mit allem und jedem auf, der sich irgendwie anbietet. Diese Fuck-Off-Einstellung findet sich nicht nur in den Texten wieder, sondern auch im Tempo. Die Jungens drücken teilweise derartig auf die Tube, so dass sich selbst frühe Suicidal Tendencies warm anziehen müssen. Wenn dann auf guten alten Thrash zurückgegriffen wird entwickelt sich eine sehr beeindruckende Dampfwalze von Sound, der selbst friedliebende Menschen zu Pogo-Monstern werden lassen dürfte. Barcode machen mit ihrem nun vierten Album nicht nur Tempo sondern auch Spaß. Showdown ist ein Album, um mal richtig die Sau raus zu lassen und sich mal wieder ordentlich auszutoben. Viel Spaß dabei.