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Tears For Fears -  Everybody Loves A Happy Ending     Artist:  Tears For Fears
    Album:  Everybody Loves A Happy Ending
    Label:  Edel
    Release:  25.04.2005
   Medium:  Album
    Genre:  Britpop ausdrucken 
    Autor:  Uraniumstaub empfehlen/teilen 
 

Tears For Fears waren 1983 – als die Öffentlichkeit endlich richtig Notiz nahm – die Band für Leute, denen Soft Cells Flirts mit Hardcorepornos zu dubios waren und Depeche Mode zunehmend zu eigenartig wurden. Bei Roland Orzabal und Curt Smiths konnte einem dagegen nichts Böses geschehen, Babyfaces in Rollkragenpullovern, die fast schon unangenehm nett und verständnisvoll wirkten. Irgend jemand muss den beiden aber irgendwann LSD-Trips in die Milch gesteckt haben, denn das 1989er Album "The Seeds Of Love" war ein irrer, stark von den Beatles inspirierter Ausflug ins Märchenland, selbstverständlich lauerte unter all der schönen Fläche auch kein Monster - Erdbeerfelder für immer! Allerdings kam der Trip ohne Rückfahrkarte und 1990 packte Curt seine Koffer und verließ die Band, die Plattenfirma machte was Plattenfirmen in so einer Situation machen und veröffentlichte 1992 eine Best-Of Compilation, die in England elegant auf Platz Zwei der Chart segelte – auf der Höhe des Grunge!

Während Curt in die USA auswanderte, sich als MTV Moderator versuchte und ein obligatorischen Soloalbum veröffentlichte, aktivierte Roland Tears For Fears, machte damit drei Alben, produzierte Andere und machte auch ein Soloalbum – dass dieses am 11. September 2001 in Amerika herauskam, war leider nicht wirklich verkaufsfördernd. Schließlich überlegte man sich alles noch mal und entschied sich, es einfach noch mal gemeinsam zu versuchen.
Tears For Fears sind also als Duo zurück - verstärkt um einen Kollegen von Curt, den er in den Staaten kennenlernte.

Entweder gab es diesmal wieder Acid oder der Flashback von damals ist immer noch verdammt stark, denn "Everybody Loves A Happy Ending" katapultiert den Hörer direkt in ein seltsam buntes Wunderland, in dem die vier Beatles als Götter verehrt werden, "Sgt. Pepper" das Zusammenleben regelt und der pinkfarbene Himmel über den Erdbeerfeldern voller Kaleidoskope hängt, welche sich unbarmherzig drehen und die Landschaft in irreales Licht tauchen, während sich die goldene Sonne und der silberne Mond abwechseln.
Die Songs sind vielschichtig und komplex arrangiert, selbst in den hintersten Winkeln des Klangbildes passiert noch irrsinnig viel, alles ist üppig, aber nicht vollgestopft. Tatsächlich hat dieses Album etwas visuelles, wie ein Bild mit sehr starker Tiefenschärfe, die Töne treten aus den Boxen und hängen in der Luft zwischen den Boxen – oder sollte mir da jemand heimlich etwas in den Kaffee gekippt haben?

Alle Zutaten eines britischen psychedelischen Popalbums circa 1968 sind da: Rückwärts laufende Gitarren und Orgeln, Phasing, überbordende Streicher und oft verfremdeter Gesang – aber das hat ja schon John Lennon nicht geschadet . Der Zuhörer hat im Prinzip keine andere Wahl, als sich in diese Klanggemälde fallen zu lassen und sie nach und nach zu erschließen, denn mit jedem Hören offenbaren sich neue Details, dieses Album in seinem ganzen Umfang zu enträtseln könnte Monate dauern. Zugegebenermaßen ist dies auch ein konservatives, altmodisches Album, aber die Songs und Produktion strahlen einen derartig anachronistischen Charme aus, sind so durchdacht, frisch, organisch und suggestiv, dass man sich als Hörer nur zu gerne einsaugen und durch das Innere dieses Werkes spülen lässt, wie durch einen gigantischen, atmenden Organismus.

Dies ist eine etwas andere Form von Britpop, hier regiert das Album noch als Gesamtkunstwerk, gestützt auf musikalische Substanz und nicht etwa auf eine große Klappe, denn nette Jungs sind Curt und Roland immer noch. Lustigerweise klingen die beiden nun manchmal sogar nach den kultisch verehrten Ween, die ja in letzter Zeit ihrer Begeisterung für die Beatles auch gerne mal nachgeben, diverse hier enthaltene Songs könnte man ohne Probleme auf Weens "White Pepper" schmuggeln und das ist mehr als man von einem Tears For Fears Album erwarten konnte – oder?

Die Band besingt das so: "And when you think it’s all over – it’s not over, it’s not over!" In diesem Sinne!


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