Bosse, so heißt das Soloprojekt des 25jährigen Axel Bosse, der dank tatkräftiger Unterstützung eines Majorlabels sein Debütalbum "Kamikazeherz" gleich mit jeder Menge Promotion auf den Markt bringt. Bereits beim ersten Song "Keine Panik" - eine Beschreibung der verrückten, durchgeknallten und surrealen Welt in der wir leben - begrüßt einen deutschsprachige Rockmusik mit zum Teil ungewohnt kritischen Texten: "Zuvor umgeben von Reichtümern, Jungmodelle stecken sich die Finger in den Hals, ich glaub die größten Silikonlippen und alle eure Liftings sind Gedenkstätten dieser Zeit." Früher hatte Axel Bosse in der recht unbekannten Band Hyperchild gespielt, bis diese sich vor knapp drei Jahren endgültig auflöste. Danach orientierte er sich neu, zog nach Berlin und verbrachte dann eine ganze Weile im spanischen Valencia um über nächste Schritte nachzudenken und den Kopf frei zu bekommen. Nach seiner Rückkehr nahm er seine Songs gemeinsam mit Produzent Produzenten Wolfgang Stach (Guano Apes, Such A Surge) auf und wurde dabei von den ehemaligen Mitgliedern von Uncle Ho und Heyday mit einer gesunden Mischung aus Grunge, New Wave und Electro-Pop unterstützt. Die dabei entstandenen Songs zeugen von jeder Menge jugendlichem Idealismus, Aufruhr und Rebellion. "Ich streck dir meine Kraft entgegen, Stillstand ist Vergangenheit, wir haben nur ein Leben, in Zukunft wird es bunter sein", heißt es in der ersten Single "Kraft", die sofort bei den Radiosender 1 Live, Radio Fritz und anderen Jugendsendern anklang fand. Die Songs sind sehr lebensnah, mitten drin im Leben mit all seinen Tücken, Wünschen und Sehnsüchten. Lieder die sehr tief gehen, die musikalische Momentaufnahmen von Gefühlen darstellen und aufhorchen lassen.