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Billy Corgan -  The Future Embrace     Artist:  Billy Corgan
    Album:  The Future Embrace
    Label:  Warner
    Release:  20.06.2005
   Medium:  Album
    Genre:  Alternative Diesen Artikel ausdrucken 
    Autor:  Uraniumstaub Artikel per Mail versenden 
 

Nachdem Corgan diese Woche seine felsenfeste Absicht bekundet hat, die Smashing Pumpkins zu reformieren, kommt "The Future Embrace" – kaum veröffentlicht – schon wieder eine Art Interimsstatus zu. Ein Innehalten zwischen den verschiedenen Phasen, andererseits gelingt Billy damit die Quadratur des Kreises; eines Kreises der 1998 mit "Adore" begann und 2003 mit dem Zwan-Album endete.

Wir erinnern uns: Im Juli 1996 feuerte Corgan Schlagzeuger Jimmy Chamberlin wegen seiner jahrelangen Heroinabhängigkeit, die klassische Besetzung der Smashing Pumpkins war damit zerstört, allerdings fanden sich die drei verbleibenden Mitglieder exakt dort wieder, wo sie in den späten Achtzigern anfingen, nämlich als Trio mit Drum-Computer. Als die Smashing Pumpkins dann im Sommer 1998 zurückkehrten, waren sie unwiderruflich verändert, Corgan, der jahrelang den quengelnden Schmerzensmann gegeben hatte, verwandelte sich in einen glatzköpfigen Erlöser.

Eine messianische Pose, die das Cover von "The Future Embrace" erneut aufgreift und in neue Dimensionen, hart an der Grenze des guten Geschmacks transportiert; Corgan posiert mit nacktem Oberkörper, dazu gibt es Großaufnahmen von einem mysteriösen Hautausschlag, der sich von seiner Hand bis zum Oberkörper ausbreitet und Fragen aufwirft: Ist Billy an Neurodermitis erkrankt oder ging es vielmehr darum, eine Metapher für das Leiden an der Welt zu entwickeln, die weniger anstößig ist, als Stigmata? Musikalisch knüpft "The Future Embrace" an den mächtigen, von dunkler Elektronik durchzogenen Sound von "Adore" an, glücklicherweise hat Corgan jedoch dem Bombast abgeschworen, der speziell seine letzten Alben immer wieder unnötig erdrückte und bleischwer im Ohr des Hörers liegen konnte. "The Future Embrace" ist – gemessen an Corgans Standart – fast schon minimalistisch, die Songs haben Raum sich zu entwickeln, zu atmen, der Rezipient läuft nicht ständig Gefahr an Reizüberflutung zu sterben und nach 45 Minuten sind die zwölf Stücke auch schon vorbei. Das letzte Mal, dass Billy sich so "kurz" fasste, war bei "Gish" und das ist immerhin 13 Jahre her!

Und wie klingt das Album nun? Gut, sehr gut sogar, Corgan schreibt immer noch schöne, schwelgerische Melodiebögen, nur produziert er sie neuerdings anders. "Mina Loy" und "Walking Shade" sind dunkle, aufpeitschende Stücke mit mächtigen, wavigen Gitarrenwänden, im Opener "All Things Change" leiert der Sampler im Hintergrund, was verwirrend und lustig ist, nur aufgrund der Tatsache, dass der Gesang in Echtzeit weiterläuft, merkt man, dass das wohl so gewollt ist. Ein Effekt, der später – beim kargen "Now (And Then)" und bei dem fast fröhlichen "I'm Ready" - erneut auftaucht. In "The Camera Eye" fließen pulsierende Rhythmen unruhig auf und ab, wie Substanzen auf dem Objektträger eines Mikroskops, "DIA" bringt noch dichteren Gitarrennebel, im Text heißt es: "I Feel Nothing" und falls das stimmen sollte, läßt sich konstatieren, daß ein gefühlloser Corgan immer noch besser ist, als 1000 Emo-Bands! An anderer Stelle ("A100") erzeugen kinetische Beats eine Klang-Höhle in deren Dunkel Gitarrenschwärme verschwinden, wie aufgescheuchte Fledermäuse. Dann gibt es eine Cover-Version des Bee Gees-Stückes "To Love Somebody", die wie eine mächtige, tief am Himmel vorbeiziehende Wolke inszeniert wird. Der Gastauftritt von Robert Smith (The Cure) liegt deutlich unter der Wahrnehmungsgrenze. Zum Ende hin wird "The Future Embrace" immer behutsamer, das butterweiche "Strayz" läßt den Hörer nachdenklich zurück.

Wie gehabt sind die Texte mit ihrer überbordenden Metaphorik leichte Beute für zynische Kritiker, andererseits setzt Corgan damit einen angenehmen verbalen Kontrapunkt und es stellt sich die Frage, wieso das weniger "authentisch" sein sollte, als das, was beispielsweise The Libertines so machen. Bleibt zu hoffen, dass Billy Corgan seinen neu entdeckten Minimalismus bei einer Reunion der Smashing Pumpkins nicht wieder der alten Megalomanie opfert. Die Zeit bis dahin, kann man mit "The Future Embrace" auf jeden Fall sehr gut überbrücken! Wie heißt es doch in "Walking Shade"?
" I Just Want Your Soul"
Wenn's weiter nichts ist: In Ordnung, Mann!


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