Schweden ist nicht nur das Vorzeigeland für erstklassigen Punkrock, auch zahlreiche gute Stonerrockbands kommen aus der Mitte Skandinaviens. Schwere Gitarren, staubige Akustik, die es mit den Kollegen von Dozer oder Fu Manchu aufnehmen können, sind die Merkmale von "Gravity X". Das Album, mit seinen 13 Songs, ist ein wahrer Steinschlag, der sich gleich einer Gerölllawine Richtung Tal wälzt. Opener "Desert Cruiser" vermittelt das typische Wüstenrock-Gefühl und steht ganz im Zeichen der "Red Sun". Die Gitarren klingen gewollt nach Kyuss, und Sänger Ozo, der bei den Truckfighters auch für den Bass zuständig ist, hat den nötigen Staub in der Stimme. Die Folgesongs sind ungewöhnlich freakig und beweisen abermals, dass die Urmutter allen Stoner-Rocks einfach Black Sabbath ist. Der dritte Song "Momentum" zeigt den vollen kreativen Einfallsreichtum der Band. Die eher ruhigere Nummer, die in Abwechslung gekonnt mit Gitarrenakzenten und fetten Riffs spielt, dringt direkt ins Unterbewusstsein und erinnert an Soli des Musikmeisters Josh Homme, Sänger und Gitarrist der Queens Of The Stone Age. Und wenn wir schon mal bei der momentan erfolgreichsten Stonerrock-Band sind: "Freeweeling’" klingt gerade vom Drive des Songs sehr nach Queens. Dennoch, auch wenn hier nun Vergleiche zu der ein oder anderen Stonerrock-Band gezogen werden, besitzen die Truckfighters eine enorme Eigenwilligkeit, die in ihrer Abwechslung und Verspieltheit frischen Wind in eine eventuell sehr in sich festgefahrene Szene bringt.