Auch wenn As I Lay Dying sind stilistisch eher nach Schweden ansiedeln lassen würden stammen die Jungs aus Kalifornien. Gemeinsam mit Artgenossen wie beispielsweise Darkest Hour wissen es auch As I Lay Dying ihre Sorte Metalcore zu spielen, nämlich eine Mischung aus Hardcore und Schweden-Deathmetal. Wenn man genauer hinhört finden sich zwischen den Zeilen auch immer wieder sehr melodische Parts wie man sie aus dem melodischen Deathmetal kennt und liebt. Abgerundet wird diese Mixtur dann durch die Härte und Trockenheit des Hardcore und natürlich durch gekonnt eingesetztes Shouting, das nur sehr akzentuiert durch cleanen Gesang durchbrochen wird. Ähnlich wie auch entfernt vergleichbare deutsche Bands wie Heaven Shall Burn oder auch Caliban, zumindest in letzter Zeit, bedienen sich die Kalifornier sehr philosophischer Themen, die sich eher mit dem inneren Kampf eines Jeden als mit politischen oder offensichtlichen Problemen auseinandersetzen. Als erster Earcatcher auf "Shadows Are Security" taucht "The Darkest Nights" auf, das zwar sehr melodisch verspielt wirkt, jedoch mit seinen Riffs und besonders durch seinen Refrain sehr eingängig wirkt und direkt im Ohr hängen bleibt. Aber auch die anderen Songs haben einiges zu bieten und auch an Härte soll es nicht fehlen. Beispielsweise "Empty Hearts" ist ein richtiges Brett, das vor Energie nur so strotzt. Die Doublebass läuft fast durchgehend und die Melodien halten sich eher im Hintergrund, so dass man quasi zum Haareschütteln gezwungen ist. Die Mischung von Schwedenmetal und Hardcore wird sicher nicht jeden Geschmack treffen. Das sollte klar sein, denn durch die verspielten Riffs werden reine HC-Anhänger irgendwann genervt sein. Allerdings ist diese Mischung gerade für die Freunde des Schwedenmetal eine schöne Abwechselung in Richtung Metalcore. "Shadows Are Security" ist sicher ein guter Nachfolger vom Erstlingswerk "Frail Words Collapse", das sich gerade in den USA enorm gut verkauft hat. Die Band hat sich weiterentwickelt und einen kompakteren Sound entwickelt. Dennoch finden sich leider nicht sehr viele Songs, die auch Anhieb im Ohr bleiben.