Das Cover deutet es schon an, hier ist er wieder, der explosionsartigste Metaleinschlag aus Japan. Nach der ersten Platte mit dem reiselustigen Namen "Go Europe", dem das Album "Go America" folgte, veröffentlicht das Trio nun die zweite Scheibe "Beat Me", und die hat es mit ihren zwölf Übersongs voller Rock’N’Roll und dem Geist des Metals aus den späten 70ern in sich. Von AC/DC über alte Metallica Riffs bis hinzu Black Sabbath Tendenzen haben Electric Eel Shock auf dem neuen Album so ziemlich alles in Neuauflage verbraten, was im Rock’N’Roll und Metal Ruhm und Ehre erlangte. Sicherlich sind die drei weit von einer Coverband entfernt, aber die musikalischen Vorlieben und Einflüsse sind unüberhörbar. So richtig aufmerksam wurde man auf die EES durch ihre verrückten Liveshows. Aki (guitar, vocals), Kazuto (bass) und allen voran Gian (drums) spielten u.a. im Vorprogramm von Sepultura und Danko Jones und teilten sich auch schon mit den Jungs von der Bloodhound Gang und Turbo A.C.’s die Stage. Vor allem Gian hinterließ beim Publikum einen bleibenden Eindruck. Denn der Drummer, stets auf der Bühne nur mit einer Socke um sein Genital bekleidet, legte hinter seinem Set immer eine einmalige Show hin. Ob sein Bühnenoutfit in Japan unter der Rubrik Freizeitmode oder eine Hommage an die Red Hot Chili Peppers ist, bleibt ungewiss, aber auf jeden Fall ist es eine ziemlich coole Nummer. Auch Bandkollege Aki, der mit seiner Gitarre gleich eines Presslufthammers, schon mal gerne die Bühne beackert, steht dem in nichts nach. Electric Eel Shock sind eine Band, die die Herzen ihrer Zuschauer durch stetige Präsenz Stück für Stück einnahmen und von Gig zu Gig auch musikalisch besser wurden. "Beat Me" ist daher eine gut durch den Rock’N’Roll Äther gedrehte Scheibe, mit gelegentlichen Metal- und Stoner Rock Einflüssen, die gleich eines mächtigen Dampfwalze alles in Schutt und Asche legt. Vielen fleißigen Konzertgängern ist der ein oder andere Song auf dem neuen Album bekannt. Denn das zweite Stück "Bastard" oder auch "Beat Me" fanden auf der Setlist der EES immer einen guten Platz. Die Titel lassen es weder an Geschwindigkeit noch an Druck mangeln und somit ist "Killer" die einzige etwas langsamere Nummer. Und natürlich darf eine Coverversion des Black Sabbath Klassikers "Iron Man" nicht fehlen. Sicherlich war das Stück während der mehrjährigen Tour durch Europa und Amerika ein guter Wegbegleiter, denn wenn man so lange von zu Hause weg ist, muss man schon Nerven aus Drahtseilen haben, um die ganzen Strapazen in einem kleinen Tourbus auf engsten Raum zu überleben. Ein weiterer Pluspunkt, der eine entbehrungsreiche Band wie Electric Eel Shock, die einfach um alles in der Welt nur live spielen möchte, nicht nur musikalisch sympathisch erscheinen lässt. Fazit: Give Me Suicide Rock’N’Roll !