Tjeerd Meindersma und Leon Caren kennen sich bereits aus der Schule, wo sie schon zusammen musizierten. Als Studenten in Amsterdam Fuß gefasst fanden sie im Jahre 2003 mit Bassistin Mila van de Wall und Drummer Hajo de Reijger die perfekte Konstellation für Blues Brother Castro. Im gleichen Jahr veröffentlichten die Vier aus Holland dann sogleich in Eigenregie ihre erste EP "Flirt". Dies und ihr wachsender Ruf als großartige Live-Band brachten ihnen eine beeindruckende Zahl von Shows ein, sowie Auftritte bei Open-Air-Festivals wie Parkpop, Metropolis und Werfpop. Ein Gig auf der Hauptbühne in Amsterdams berühmten Rock-Tempel Paradiso durfte da natürlich auch nicht fehlen und dies alles als ungesignte Band, Hut ab. Unter Regie von Produzent Corno Zwetsloot und den Fittichen von Silent Minority Records aus Groningen entstand dann ein Jahr später das vorliegende Debüt-Album "Money Maker Me". Ein neuer Meilenstein in der doch erst kurzen Bandgeschichte von Blues Brother Castro. Vom besagten Album wurde bereits "Drunken Boy" als Single ausgekoppelt und auch auf Video gebannt. "Money Maker Me" ist durchweg richtig guter Alternative-Rock. "Loaded Gun" legt dem Titel entsprechend gleich mit schnellem, dreckigem und lautem Sound los. Erinnert dieser Song noch an die frühen Pixies kommt einem bei "Welcome To My Rock’n’Roll" eine Band wie Placebo in den Sinn. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die Vorliebe der Band für schräge Riffs á la Sonic Youth nicht nur bei Songs wie "Dress" durchscheint. "Satisfy Yourself", das nur mit Gitarre und Gesang daherkommt ist zwar gut gemacht, gefällt mir persönlich aber nicht ganz so gut. "More" geht dafür wieder richtig gut ab. Auch wenn die Songs zwischendurch etwas eintönig zu werden scheinen ist immer der Sound der Band zu erkennen, obwohl einem ab und zu auch andere Bands in den Sinn kommen, aber dass muss ja nichts Schlechtes sein. BBC präsentieren auf "Money Maker Me" einen spannenden energiegeladenen Sound, eine Mischung aus Post-, Noise- und vor allem Alternativ-Rock und das wirklich gekonnt. Man kann vom Hören fast nicht genug bekommen. Negativ zu erwähnen ist einzig und allein die Gestaltung des Covers bzw. Booklet, hierauf sollte doch bitte beim nächsten Album (wesentlich) mehr Augenmerk gelegt werden. So was bekomme ich auch noch hin.