|
"Dance Dance Baby" ist bereits das dritte Alben der Beangrowers und es ist gleichzeitig ihr bestes.
Ob das allerdings genügt, um das maltekische Trio endlich in der Oberliga zu etablieren bleibt abzuwarten, trotzdem hat man gewaltig dazugelernt.
Speziell Alisons Stimme klingt besser den je, ganz nach Bedarf angesiedelt zwischen Siouxsie und Karen O (Yeah Yeah Yeahs), letztere hätte sicherlich auch eine Textzeile wie "We could do it on the floor or even in my flat" gefallen, welche Alison im Titel-Track mit tiefer Kehle singt.
Überhaupt singt Alison auf diesem Album sehr viele, sehr laszive Texte, so fordert sie an andere Stelle "Take your clothes off and show me the stars" oder "Gimme more drugs", sollte das etwa die Schuld der Yeah Yeah Yeahs sein?
Egal, es verleiht den Beangrowers einen netten, schlüpfrigen Unterton, der die träumerischen Elemente effektiv kontrastiert, denn hier gibt es durchaus auch Stücke in denen Alison so weggetreten tönt wie Lush oder Stereolab in ihren besten Momenten, "Waltz" etwa, welches hochdramatisch und stark nach französischem Pop der Sechziger Jahre klingt!
Der männliche Teil der Band muß sich schon gewaltig anstrengen, um da mitzuhalten, aber Mark und Ian schaffen das locker, egal ob gerade dreckige Riffs ("You Are You Are"), schleppende Velvet Underground-Motorik ("Analyze") oder ätherische Akustik-Gitarren ("Waiting") benötigt werden, sie bieten ihrer Frontfrau an Bass und Schlagzeug die optimale Rückendeckung, im letzten Song ("16,18") müssen sie gar vokalistisch aushelfen.
Verblüffend auch, dass die drei Beangrowers die dichten Sound-Teppiche dieses Albums ganz alleine erzeugt haben, es gab keine Gastmusiker.
Wer die Beangrowers also bisher primär mit Malta und Phillip Boa assoziiert, sollte hier unbedingt mal reinhören, denn dies ist definitiv der Klang einer Band, die ihren Weg gefunden hat!
Aber: Bitte gebt Alison keine Drogen mehr!
|
|
|