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The Tears -   Here Come The Tears     Artist:  The Tears
    Album:  Here Come The Tears
    Label:  Rough Trade / V2 Records
    Release:  20.06.2005
   Medium:  Album
    Genre:  Britpop ausdrucken 
    Autor:  Uraniumstaub empfehlen/teilen 
 

Jetzt ist es tatsächlich doch noch passiert; Bernard Butler und Brett Anderson haben nach über zehn Jahren nicht nur ihre Animositäten bereinigt, sondern arbeiten auch wieder zusammen.
Das Trademark "Suede" lassen die Beiden allerdings ruhen, zu viele negative Erinnerungen sind damit verknüpft, speziell für Butler, der nach seinem Ausstieg 1994 schleunigst durch den erheblich jüngeren Richard Oakes ersetzt wurde und zusehen musste wie Suede zunehmend und sehr erfolgreich zu einem Vehikel für Andersons exaltierte Auftritte mutierten, während seine Solo-Alben eher mäßig liefen.

Trotzdem stimmt die Art und Weise auf welche neuerdings das "Spätwerk" von Suede niedergemacht wird ärgerlich.
"Coming Up" war vielleicht oberflächlich, brachte aber ein spezielles Gefühl des Jahres 1996 perfekt auf den Punkt und der Schwanengesang "A New Morning" ist sogar eines der besten Suede-Alben überhaupt, mit einem Anderson, der zunehmend auf Posen verzichtet und statt dessen echte Gefühle zeigt.
An diese Haltung knüpft "Here Come The Tears" nahtlos an, natürlich verhandelt Brett Anderson auch hier wieder seine Lieblingsthemen (zu denen Drogen neuerdings nicht mehr gehören?!), aber eben erheblich weniger aufgesetzt.
Was nun aber noch lange nicht heisst, dass man sich Anderson in der Eckkneipe beim Bier vorstellen könnte, der Mann ist immer noch zutiefst fasziniert von Medien und den Dingen, welche sie tun können.
Hier spricht er jedoch nicht von Big Brother, nicht von Durchschnittspersonen, die plötzlich ihre von Warhol zugesicherten 15 Minuten bekommen, in dem sie sich öffentlich prostituieren, dieses Phänomen nennt er "We worship shit celebreties".
Anderson denkt in großen Kategorien, er träumt von den Mechanismen, die aus einem Menschen eine Ikone und aus dem Alltag einen Film machen und ein normales schwedisches Mädchen in Greta Garbo verwandeln können.
So nennt er seine Geliebte "Co-Star", wenn sie ihn schon verlässt, soll sie ihm wenigstens ein Autogramm da lassen, während er ihre Sachen an die Heilsarmee abgibt und dabei doch weiß, dass er die Erinnerung so nicht los werden wird.
An anderer Stelle läßt er sich zunächst ewig über ein Mädchen aus, welches überhaupt nicht in seine Welt passt ("your skin don't belong on my designer-sheets"), um dann aber schnell nachzuschieben., dass er ihr prinzipiell doch überall hin folgen würde, wenn sie nur ihm folgt!
Liebe ist wahlweise schön schmerzhaft oder schmerzhaft schön, genau wie in der Werbung, dann textet Anderson Dinge wie "Like ice in the sun we melt into one!" oder "We're different colours but we stand up as one".

Die Musik dazu trägt deutlich die Handschrift von Bernard Butler, wie bereits auf "Suede" und "Dog Man Star" ist die musikalische Seite so stark ausgearbeitet und detailliert, dass man zwar jedes Stück als Instrumental stehen lassen könnte, es aber lieber mit Brett Andersons Gesang in die Stratosphäre katapultiert.
Butlers Gitarren sind so vielschichtig wie gehabt, sie verzieren die Songs, stechen in sie hinein oder treiben sie voran, in "Autograph" zitiert er endlich ganz offen sein ewiges Gitarren-Idol Johnny Marr von den Smiths.
"Here Come The Tears" kann durchaus auch als Fortsetzung von "Dog Man Star" angesehen werden, denn dunkle Balladen mit seltsamen Geräuschen gibt es hier gleich mehrfach und auch der dramaturgische Aufbau ist ähnlich, auf den epischen Höhepunkt "Apollo 13" folgt das nachdenkliche "A Love As Strong As Death" ebenso wie damals "Still Life" auf "Asphalt World".

Und auch dieses Album offenbart sich erst Zug um Zug.
Am Anfang ist es sogar ziemlich enttäuschend, bis es dann irgendwann jeden Tag durch die Lautsprecher tönt.
Nicht dass man damit Teenager oder Menschen, die mit Suede nicht vertraut sind beeindrucken könnte, die Mischung aus Selbstinszenierung und grossen Gefühlen dürfte dort lediglich für hochgezogene Augenbrauen sorgen.
Aber wer Suede oder auch David Bowie schon immer mochte bekommt eines DER Alben des Jahres 2005!
Und die Aussicht auf mindestens zehn weitere Werke von The Tears!


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