Das neue Album "From Mars To Sirius" der 1996 gegründeten Band Gojira gilt als die neue Hoffnung der französischen Metalscene. Die vier Jungs aus der Nähe von Bayonne im Südosten Frankreichs haben eine sehr abwechslungsreiche und innovative Platte veröffentlicht. Es gibt darauf schnelle blast-beatdominierte Nummern wie "Backbone", groovige Rhythmusmonster wie "From The Sky" oder "Ocean Planet" und mit "Unicorn" sogar einen Song der mit meditativem Obertongeplänkel aufwartet. Die beiden Titelsongs "From Mars" und "To Sirius" könnten unterschiedlicher kaum sein. In ersterem geht es eher ruhig zu - die Höhen und die Bässe fehlen fast völlig, wodurch eine sehr an Tool erinnernde LoFi-Stimmung erzeugt wird. Der Übergang zu "To Sirius" erscheint als nur logische Fortführung. Plötzlich setzen die verzerrten Gitarren ein und man bekommt eine gute Mischung aus Oldschool-Deathmetal-Attributen und innovativen Soundkreationen à la Meshuggah zu hören. Diese Beschreibung kann durchaus für das ganze Album gelten, wobei die Eigenständigkeit aber zu keiner Zeit auf der Strecke bleibt. Textlich geht es unter Anderem um Revolte ("Ocean Planet") und Umweltzerstörung sowie deren Folgen ("Global Warming"). Es handelt sich hierbei um gut gemachten, technischen (Death-)Metal angereichert mit Einflüssen aus allerlei anderen Musiksparten in einem sehr modernem Klangkleid. Für Fans von Bands wie Textures und Scarve sehr empfehlenswert. (Rezension geschrieben von Krawi)