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Alabama Thunderpussy -  River City Revival     Artist:  Alabama Thunderpussy
    Album:  River City Revival
    Label:  Spv / Relapse
    Release:  05.09.2005
   Medium:  Album
    Genre:  Stoner Rock Diesen Artikel ausdrucken 
    Autor:  Beelzebübchen Artikel per Mail versenden 
 

Howdy boys and girls! Alabama Thunderpussy melden sich mit der Wiederveröffentlichung ihrer Platte "River City Revival" zurück. Das heißt, eigentlich meldet sich deren derzeitige Plattenfirma Relapse Records mit dem Re-Release der bereits 1999 auf dem legendären Man's Ruin Label erschienen EP "River City Revival" zurück. Man's Ruin um Labelchef und Alabama Thunderpussy-Förderer Frank Kozik machte Ende der 90er Jahre seinem Namen alle Ehre und verschwand in den ewigen Jagdgründen der Insolvenz. 2005 hat sich das neue Label der Donnermuschis ein Herz gefasst und den längst verschollenen Klassiker unter Zugabe zweier bislang unveröffentlichter Bonustracks, eines neuen Covers und frischer Linernotes neu aufgelegt.

Für all diejenigen denen Alabama Thunderpussy bislang kein Begriff war – hier naht Rettung: Die aus Richmond, Virginia stammende Band um den damaligen Sänger Johnny Throckmorton, er verliess die Band 2003 und wurde kurze Zeit später durch John Weills ersetzt, existiert seit 1996. Alabama Thunderpussy ist eine Rockband wie sie sein sollte. Heavy mit einem leichten Südstaateneinschlag, etwas kratzig und knarzig – einfach und ehrlich, direkt in die Magengrube.

Musikalisch liegen die Donnermuschis irgendwo zwischen Corrosion Of Conformity und Orange Goblin auf der einen Seite sowie Lynyrd Skynyrd und Black Sabbath auf der anderen Seite. Da wird gestonert, gerockt und gedoomt bis die Bong platzt. Daher verwundert es auch nicht weiter, dass die Band ihre Musik selbst gern als Weed Music bezeichnet. Besonders hervorzuheben ist die dreckige Röhre von Sänger Johnny Throckmorton, der sich mit seiner rauen Reibeisenstimme aggressiv von einer nahenden Besinnungslosigkeit zur nächsten brüllt und grölt. Lemmy wäre bestimmt stolz auf ihn.

Das Album wird mit "Dryspell" eröffnet, einem Song der einen von der ersten Sekunde an packt und nicht mehr loslässt. Als nächstes dringt "Spineless" in die Ohren des geneigten Hörers, ein langsameres, schweres Stück, das von Black Sabbath sein könnte, wenn sie aus den Südstaaten statt aus England kämen oder Lynyrd Skynyrd, wenn sie Bong geraucht hätten. Mit "Heathen" geht's in ähnlich doomiger Art und Weise weiter nur zeigen die beiden Gitarristen diesmal was alles an zweistimmigen Gitarrenleads machbar ist, ohne nach Metallica oder Iron Maiden klingen zu müssen. Bei "Mosquito" geht's dann wieder etwas zügiger zur Sache, was einen Vergleich mit Motörhead einbringt. "Own Worst Enemy" ist fast schon eine psychedelische Hommage an ruhige Black Sabbath-Stücke und Sänger Throckmorton kann seine durchaus facettenreiche Stimme von einer melodischeren Seite zeigen.


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