Derek Dick, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Fish und seiner Zeit als Sänger der großartigen Band Marillion in den 80er Jahren, serviert uns mit dem neuen Album "Bouillabaisse - The Best Of Fish" ein ansprechendes Zwei-Gänge-Menü mit insgesamt 26 Höhepunkten seiner inzwischen langjährigen Karriere. Als Vorspeise werden zuerst nur die modernen und ruhigen Stücken geboten, wobei mit "Kayleight" und "Lavender" auch zwei traditionellen Gerichte aus Marillion-Zeiten ihren Platz auf der Speisekarte finden. Auf der zweiten Silberplatte werden dann mit alten und neuen Rocksongs der wesentlich abwechslungsreichere Hauptgang serviert, welcher mit dem Übersong "Plague Of Ghost" seinen finalen Höhepunkt und krönenden Abschluss findet. Über die Auswahl der einzelnen Songs lässt sich zwar manchmal streiten, doch die Zusammenstellung ist vortrefflich gelungen und trotz der zum Teil großen Altersunterschiede der jeweiligen Lieder, reihen sie sich dennoch nahezu nahtlos aneinander. Wirklich neues wird allerdings nicht geboten und mit "Caledonia" ist nur ein rarer Song auf dem Album mit vertreten. Ein langjähriger Fan bekommt also nur gewohnte Kost geboten, zwar nett garniert und hübsch aufgemacht, aber wer gibt schon Geld für eine schöne Verpackung her? Wer Fish erst seit kurzer Zeit kennt, der kann sich mit "Bouillabaisse" eine Übersicht über die gesamte Schaffensperiode des talentierten Musikers verschaffen. Ansonsten ist das Album zwar eine nette Ergänzung der eigenen Sammlung, jedoch alles andere als ein Pflichtkauf.