Endlich ist es soweit: “The Misery Index; Notes From the Plague Years“ ist nach knapp drei Jahren Arbeit fertig. Der Fünfer aus Delaware veröffentlicht im Februar dreizehn starke Songs auf einem Album, das voraussichtlich die Messlatte für den internationalen Emo- und Hardcore erhöhen wird. Dass ich mir hier eine gewagte Prognose trotz des Hypes und unzähliger Bands dieser Genres erlaube, ist mir klar. Aber eine zehnjährige Bandgeschichte und dieses großartige Album sprechen nun dafür. Boysetsfire eröffnen gleich mit einem Song, der melodisch und eingängig perfekt auf die Stimme von Sänger Nathan Gray abgestimmt ist: von wohlklingend und sanft bis hin zu kraftvoll und aggressiv. Schon nach dem ersten Track wird klar, dass man es hier nicht mit dem aktuellen Einheitsbrei aus einer Genre-Schublade zu tun hat, sondern mit hochbegabten Musikern, die es verstehen sich mit ausgereiften Texten und Melodien von der Menge abzuheben. Selbst auf dem eigenen Album haben es Boysetsfire sehr gut verstanden jedem einzelnen Song eine persönliche Note zu verleihen. Mal Screamo-Hölle, mal balladen-sanft. Mal kurz, mal lang. Mal klassisch mit Klavier oder Cello, mal technisch gescratchet. So abwechslungsreich wie hier gemixt wurde ist auch das Tempo und der Stil. Daran dürfte auch ein Laie ganz leicht erkennen, dass sich Boysetsfire über zehn Jahre hinweg immer weiter entwickelt und nun ein wirklich brillantes Album für die Ewigkeit auf einen Silberling gebannt haben. Mit “PunkMetalSkaRock“ oder “krachmelodisch“ könnte man es diesem Musikfreund wohl beschreiben. Im Großen und Ganzen wird “The Misery Index; Notes From the Plague Years“ jeden Cent wert sein. Für jeden Boysetsfire-Fan also ein eindeutiges Muss und von mir gibt es als Fazit eine ganz klare Kaufempfehlung an alle, die es werden wollen.