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Television Personalities -  My Dark Places     Artist:  Television Personalities
    Album:  My Dark Places
    Label:  Rough Trade / Domino
    Release:  24.02.2006
   Medium:  Album
    Genre:  Britrock ausdrucken 
    Autor:  Uraniumstaub empfehlen/teilen 
 

Led Zeppelin nahmen Teile ihres vierten Albums und von "Physical Graffitti" in einem halbverfallenen viktorianischen Armenhaus namens Headley Grange in Hampshire auf, einem dunklen, feuchten Ort mit einer unglaublich, düsteren, traurigen Ausstrahlung. Ein Kasten von Haus, riesig, mit Räumen, bei denen man spürte, dass sie seit Jahrzehnten von keinem (lebenden!) Wesen mehr betreten wurden, nichtsdestotrotz das perfekte akkustische Umfeld, um etwa den majestätisch rollenden Rhythmus von "Kashmir" bei voller Lautstärke aufzunehmen. Und während die übrigen Bandmitglieder diesen drohenden Ort mit Einbruch der Dämmerung stets verliessen bezog der allseits mystisch interessierte Jimmy Page sein Quartier gleich auf dem düstersten, aller düsteren Stockwerk, wo er eines Nachts prompt eine "Begegnung" hatte, als ihn das Phantasma einer alten, weissen Frau mit Kapuze von der Spitze der Wendeltreppe wortlos anstarrte. Nicht, dass Mister Page durch sowas zu erschrecken wäre, angeblich hat er auch in besagter Nacht hervorragend geschlafen!

Was hat das alles mit den Television Personalities zu tun? Ganz einfach, um sich in "My Dark Places" wohlzufühlen, muss man dazu eine ähnliche Einstellung entwickeln wie Jimmy Page zu Headley Grange, denn dieses Album ist ein sehr dunkler Ort, so anachronistisch wie ein altes viktorianisches Haus, in welchem die Uhren permament auf Mitternacht stehen und die Fensterläden im Nachtwind den Rhythmus schlagen, während durch die Gänge die Phantome der Vergangenheit irrlichtern und die Vorhänge im Mondlicht wehen. Trotzdem ist es gut Daniel Treacy zurückzuhaben, vor allem da er die letzten zehn Jahre in einem Malstrom aus Drogen, Schizophrenie und zerbrochenen Beziehungen verbrachte, der ihn am Schluss umzubringen drohte, dann aber auf ein Gefängnisschiff vor die Küste Englands "spülte", wo er zwangsweise zwei Jahre verbringen musste und sein "Leben" überdenken konnte. Jetzt ist er wieder da und hat gleich noch seinen Sidekick Ed Ball dabei, der die Band eigentlich 1982 verlassen hatte; gemeinsam erschaffen die beiden Herren hier etwas, das der Brite "a fractured mess" nennen könnte, stets oszillierend zwischen schleifenden psychedelischen Trips in Lo-Fi-Aufnahme-Qualität, tieftraurigen Mitternachtsballaden und derangiertem Brit-Pop, den man im Jahre 2006 durchaus in die Hitparade hieven könnte. Eine Postkarte aus einer britschen Sub-Sub-Kultur, in welcher der LSD-Trip genau so wichtig ist wie die Teetasse um 16 Uhr, London das Zentrum des Universums ist und eigentlich nur zwei relevante Jahre existieren: 1967 und 1977! Kein homogenes Meisterwerk, aber in seiner kaputten Erhabenheit nicht ohne bewegende Momente und letztendlich passt dieser Sound einfach viel besser zu Dan als der polierte Klang seiner letzten LP-Arbeiten ("Talking To God").

Eines der Alben, an der sich die Geister scheiden werden, die man eigentlich auch niemand empfehlen kann, denn hierzu muss man sich einen eigenen Standpunkt zulegen. Uneingeweihte sollten sich also zunächst einmal die beiden genialen Frühwerke "And Don't The Kids Just Love It" (1977) und "Mummy You're Not Watching Me" (1982) anhören, gerne auch "This Is London" (1982) und "Pop Art" (1981), welche Ed Ball als "The Times" aufnahm, dann müsst Ihr Euch nur noch Antonionis rätselhaften Zelluloid-Trip "Blow Up" (1966) aussetzen und Ihr seit bereit für "My Dark Places". In diesem Film spielt übrigens auch Jimmy Page mit – womit wir wieder beim Anfang dieser Kritik wären!

PS: Wieso der Bandname hier erstmals seit knapp dreißig Jahren einen Artikel vorgestellt bekommt, wissen allerdings nur die Götter...


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