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Katatonia -  The Great Cold Distance     Artist:  Katatonia
    Album:  The Great Cold Distance
    Label:  Spv
    Release:  10.03.2006
   Medium:  Album
    Genre:  Metal ausdrucken 
    Autor:  Espirita empfehlen/teilen 
 

"It's a devious life. And this is a soundtrack to it.", fasst Sänger Jonas Renkse das neue Werk "The Great Cold Distance" treffend zusammen. Während Katatonia in ihren jüngeren Jahren noch deutlich in Richtung Death Metal tendierten, bis etwa 1996, kreieren sie heute ein modernes Soundgewand aus melancholisch-depressiven Rock- und Metalklängen. Fast drei Jahre sind ins Land gegangen, bevor das nächste und siebte Werk der Schweden nun am 10. März 2006 das verschwommene Licht der Welt erblickt. Zwar wurden die Compilations "Brave Yester Days" (2004) und "The Black Sessions" (2005) vorgeschoben, doch warteten Anhänger der Band erwartungsvoll auf den "Viva Emptiness"-Nachfolger.

Ein Nachfolger, der trotz einer erkennbaren Weiterentwicklung, vor allem im Sound, dort ansetzt, wo "Viva Emptiness" aufhörte. Komplexeres und progressiveres Songmaterial zeigt sich jedoch in stellenweise verschachtelten Songstrukturen, offenbart sich in einer Mischung aus eruptiven, druckvollen und zarten, atmosphärischen Passagen.

Eingeleitet wird das Album durch den Song "Leaders", welcher durch kräftige, leicht verzerrte Gitarren und das gekonnte Rhythmusspiel sowohl Kraft, als auch tiefe Melancholie zum Ausdruck bringt. Mach einer mag das klangliche Organ des Sängers Jonas als wenig facettenreich, eintönig und langweilig abstufen, die Eigenheit seines zwischen Fragilität und Entschlossenheit wankenden Gesanges ist aber unbestreitbar. Die Kälte der mitmenschlichen Umgebung, die zwischenmenschliche Distanz und Kaltherzigkeit, welche Themenschwerpunkte der Platte sind, könnten stimmlich kaum treffender projiziert werden.
Trostlosigkeit und die Abgründe der menschlichen Gesellschaft werden sowohl lyrisch als auch musikalisch mit Präzision umgesetzt ("Deliberation", "Follower", "Increase", "July"), wobei man karge Kälte mit instrumentalem Purismus in den Strophen anzudeuten vermag. Stellenweise experimentell, stellenweise Katatonia-typisch zeigen sich die äußeren musikalischen Gesichtspunkte.

Die Singleauskopplung "My Twin" zählt zu den ruhigeren und gleichzeitig zugänglicheren Songs des Albums. Sowohl das Schlagzeug als auch die Gitarren nehmen nur eine äußerst distanzierte und begleitende Rolle ein. Das wesentliche Augenmerk liegt auf den Vocals, welche diesen Song zu einem der tiefsten und bedrückendsten werden lassen. Hervortretend schimmert auch "July", welcher alleine durch die technische Handhabung der Gitarren in Form des rhythmischen Dämpfens und des kurzen Tremolo-Pickings Dynamik und Kraft aufbauen kann. Wer meint bei "The Great Cold Distance", musikalische Quantensprünge im Vergleich zum Vorgängeralbum zu erleben, wird das Wort Stagnation und Enttäuschung verwenden wollen. Offenes, bedingungsloses und erwartungsfreies Herangehen, offenbart jedoch mehr.

"The Great Cold Distance" ist eine gelungene, etwa 50minütige Reise durch die Tiefen von Depression, Schmerz und Trostlosigkeit, die jeden, der sich der Musik öffnet, hinabzureißen vermag. Zwischen Harmonie und Disharmonie wankend, mit Monotonie und Dynamik spielend, springend zwischen Progressivität und Purismus, reflektiert dieses Werk vielleicht treffender als ein anderes die Ambivalenz unseres Lebens.


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Katatonia - The Great Cold Distance
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Rezensionen:
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