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Mit "Heading For The Top" haben Bullet endlich ihr Debüt-Album abgeliefert. Bereits mit der Single "Heavy Metal Highway" und dem Mini-Album "Speeding In The Night", veröffentlicht 2003, haben sie auf sich aufmerksam gemacht, diesmal wurde ein komplettes Album eingespielt, dem Produzent Jonas Sundberg zu seinem Feinschliff verholfen hat.
Als Cover-Band 1996 von Hell Hofer und Gitarrist Hampus Klang gegründet, nach einer ersten Auflösung und Ausflügen in andere Bands, stießen irgendwann Erik Almström (git.) und Gustav Hjortsjö (drums) dazu. Bassist Lenny Blade, der von Hypnosia kam, vervollständigte das Line-Up. Der Rest ist in die Historie eingegangen. Im Übrigen hörte in den 80igern eine deutsche Band ebenfalls auf den Namen Bullet. Die Legende besagt, dass Lenny Blade nach acht bis zehn Bier die Idee zum Bandnamen hatte, der auch beibehalten wurde, nachdem die Jungs von der Existenz der deutschen Namensvettern erfahren hatten. Aber die einhellige Meinung der Band: "die gibt es ja schließlich nicht mehr und kennt auch eh keiner..."
Die Jungs stehen unüberhörbar in der Tradition von AC/DC, Saxon, Krokus sowie Accept, wobei AC/DC wohl das ganz große Vorbild ist, ihr Sound klingt sorglos in jedem Track mit. Ist eben nicht soweit hergeholt, wenn man als Coverband anfängt. Manchmal ist fast kein Unterschied zu hören, ganz die alte Schule, Dampframmengitarren, mit satten Soli und das Schlagzeug treibt jeden Song unerbittlich voran. Hinsichtlich der Texte wird dazu kein Klischee ausgelassen (Beispiele: "One Deal With The Devil", "Hard Luck Lady" usw.) einfache, schnörkellose Songstrukturen, die sich beim ersten anhören festfressen und erst nach geraumer Zeit aus dem Gehörgang wieder herauszubekommen sind. Eigenständig ist das nicht, musikalische Erneuerungen darf der Hörer also nicht erwarten. Trotzdem sind es gute, harte Songs, für die Rocker dieser Welt gemacht. Beim Anhören werden sofort die Bilder von Motorrädern wach, man könnte fast meinen, aus den Boxen röhren die Maschinen, vorzugsweise Harley Davidson. Das Cover mit seinem Leder, den Harleys und Sonnebrillen tut sein übriges für diesen Eindruck.
Das Zuhören soll Spaß machen, auf Partys dazu abrocken und fertig. Dafür wurde der Silberling gemacht und ist seine Bestimmung. Liebhaber neuer, innovativer Klangbilder werden wohl enttäuscht sein, für alle anderen zu empfehlen. Gute Scheibe.
Rezension geschrieben von Tr1stan
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