Ursprünglich war es nur ein Nebenprojektder der vier Bandmitglieder. Doch das Debut-Album von Bleed The Dream zeigt uns wieder einmal - wie so oft - dass es sich durchaus lohnen kann, mehrgleisig zu fahren. Mit "Built By Blood" zeigen sich die sonnenverwöhnten Californier ausddrucksstark, kraftvoll aber auch schwermütig. Selbst wenn die Drums den Beat hämmern und die stark verzerrten Gitarren druckvolle Riffs auf die Membran pressen, besticht doch berwiegend die helle Stimme des Vokalisten Brandon Thomas. Die sehr melodiös gesungenen Strophen werden durch teils gekreischte Refrains abgelöst. Nicht zuletzt dadurch entsteht die offensichtliche Kraft dieser Platte. Die elf Tracks der Scheibe sind durchweg gut arrangiert und laufen ohne böse Überraschungen durch. Die Schwermütigkeit einiger Stücke lädt zum gedankenversunkenen Kopfnicken ein, andere - fast fröhlich anmutende - Songs lassen sich schon ganz ordentlich besteppen. Hörprobenempfehlungen: "Legends Die", "Should Have Known" und "Broken Wings". Alles in Allem ein gutes Album, das zwar nichts neues zeigt und ebenso wenig aus dem Rahmen fällt, wer aber nach gutem EmoCore sucht, der nicht unbedingt auf Hitsingles abzielt, kann mit "Built By Blood" erstmal nichts falsch machen. Der erste Eindruck von Bleed the Dream überzeugt schonmal, nun heißt es das Publikum zu erweitern und das dürfte nicht schwer werden ...