Alles neu macht der Mai, so ähnlich muss sich das auch Jochen Distelmeyer gedacht haben. Auf ihrer neuen Platte "Verbotene Früchte" wird die Natur zelebriert und die Songs sprießen und wachsen förmlich - keine Spur trauriger Seelenzerpflückung mehr. Es wird aber wie gewohnt auf offene Gitarren-Akkorde, Klavier und mitsingbare Refrains gesetzt. Teilweise sind die Lieder sogar ein wenig rockig und treibend wie bei "Strobohobo" oder "Der Apfelmann" ohne natürlich vom blumfeldtypischen Sound abzuweichen. Die Texte, die ja bei früheren Alben immer gerne Anlass zum Diskutieren gaben, sind diesmal weniger intellektuell wie bei "Tiere um uns" oder "Schmetterlings Gang", es geht um Tiere, Natur und den Frühling - da wird auch mal in "Hey Jude"-Manier, "Hey Tiere" gesungen. So ist "Verbotene Früchte" ein schöner Start in den Sommer und vielleicht vergleichbar mit einer blühenden Frühlingswiese: Einige werden es wunderschön finden, die anderen aber beginnen zu niesen und sich die tränenden Augen zu reiben, weil sie allergisch auf Blumfeld-Pollen reagieren. (Rezension geschrieben von ChemBorg)