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Erstmals 1996 durch ihr Werk "Apocalyptica Plays Metallica By Four Celli" Aufmerksamkeit erlangt, streicht sich das, vom Quartett auf ein Trio geschrumpfte, Streichergespann seitdem durch die Welt, um Rocker, Metaller, sowie Anhänger der Klassik zu betören.
Nach nun mehr zehn Jahren Bandgeschichte ziehen die finnischen Metal-Cellisten Apocalyptica eine erste Best-Of-Zwischenbilanz und präsentieren neben diversen Klassikern auch zwei neue Songs. Die Doppel-CD "Amplified - A Decade Of Reinventing The Cello" ist das sechste Album der Finnen und zeichnet die Karriere einer Ausnahme-Band nach. Als rein instrumentale Cover-Truppe gestartet, die anfangs vor allem Metallica-Tracks in ein neues Streicher-Sound-Gewand kleidete, sind Apocalyptica längst zu einer eigenständigen Band gereift, die mit eigenem Songmaterial, (Gast-)Schlagzeugern und -Sängern erfolgreich zusammenarbeitet. Während auf der ersten CD von "Amplified" ein bunter Instrumental-Mix aus den fünf Alben vorherrscht, sind auf dem zweiten Silberling sämtliche Gesangsstücke enthalten. "Amplified" enthält diverse Eigengewächse, wie "Path Vol. 2" mit Sandra Nasic (Guano Apes), "Bittersweet" mit Lauri Ylönen (The Rasmus) und Ville Valo (H.I.M.), aber natürlich auch Metallica-Ohrwürmer wie "Enter Sandman", "Nothing Else Matters" und "Master Of Puppets", Sepulturas "Refuse/Resist" und eine moderne Version von Griegs "Hall Of The Mountain King". Insgesamt sind alle "Apocalyptica-Hits" und Singles vertreten, die den Jungs zu wachsendem Bekanntheitsgrad verhalfen. Als Bonus für langjährige Fans legt man noch den neuen Song "Repressed" mit Max Cavalera (Soulfly) und Matt Tuck (Bullet For My Valentine), sowie eine knallharte Interpretation von Slayers "Angel Of Death" obendrauf.
Über die Songauswahl lässt sich natürlich wahlweise streiten, dennoch bieten die Stücke eine repräsentative Retrospektive, die Neueinsteigern einen guten Überblick verschaffen und den Apocalyptica-Fans zur Komplettierung der Songsammlung verhelfen könnte. Wer Apocalyptica mit Gesangspassagen nicht erträgt oder bereits alle Alben der Finnen besitzt, braucht "Amplified" nicht unbedingt.
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