Die wohl bekannteste Hardcore-Band dieser Zeit meldet sich zurück und beweist einmal mehr, warum gerade sie die Vorherrschaft in "ihrem" Genre genießen. Passenderweise betiteln sie ihre neue Scheibe "Supremacy", um genau dies noch einmal klar zu machen. Im Gegensatz zum sehr genialen Vorgänger "The Rise Of Brutality", welches nur unter Lizenz bei Roadrunner Records in Europa veröffentlicht wurde, gehört Hatebreed nun offiziell zu den Roadrunnern. Dies haben sie mit Sicherheit ihren endlosen Touren zu verdanken, bei denen sie zum Beispiel bei der Unholy Alliance Tour zusammen mit Slipknot und Slayer die Moshpits zum zirkulieren und glühen brachten. Sie tourten so viel, dass Sänger Jamey Jasta aufgrund des vielen Stresses für kurze Zeit sogar mit dem Gedanken spielte, die Band zu verlassen. Doch Dank der Unterstützung seiner Fans, speziell durch deren Mails, fand er seine Motivation wieder Texte zu schreiben und mit seinen Mannen neue Songs aufzunehmen. Um das neue Album allerdings zu perfektionieren musste ein weiterer Gitarrist her. Dieser wurde der nicht gerade unbekannte Frank "3 Gun" Novinec, der unter anderem schon bei Terror kräftig in die Saiten griff. Nun wieder aus fünf Mitgliedern bestehend, stand einem neuen Album erst recht nichts mehr im Wege und "Supremacy" entstand. Eröffnet wird das gute Stück mit Jastas unverwechselbarem Shouting und einem der stärksten Songs der Platte. "Defeatist" heisst der Song und demonstriert hier blendend, womit die Konkurrenz aufkommen muss, um mithalten zu können. Kräftige Shouts, Doublebass bis zum abwinken und Lyrics zum mitgröhlen. Einfach wie geschaffen für jeden Moshpit. "Horrors Of Self", der zu beginn etwas an Corey Taylors (Slipknot) fabelhafte Stimme erinnert, tut es dem Opener gleich, was seine Intensität angeht, wird aber zum Ende des Stücks etwas ruhiger. Ein weiterer erwähnenswerter Song ist die aktuelle Single "To The Threshold". Dieses Stück erinnert mit seinem ruhigen Dahingestampfe an den Eröffnungssong von "The Rise Of Brutality" "Tear It Down", womit die Verbindung zum Vorgängeralbum gestellt ist. Und die dort beginnende Häufigkeit von Metalriffs nimmt auch hier nicht ab. Dies mag eingefleischten Hardcore-Fans vielleicht missfallen, aber bei Metalcore-Jüngern definitiv auf anklang finden. Zu hören ist dies beispielsweise bei "Immortal Enemies" und ganz besonders bei "The Most Truth". Trotzallem macht dies "Supremacy" nicht zu einer schlechten Scheibe. Im Gegenteil. Also wer "The Rise Of Brutality" gut fand, wird dieses Album lieben und in "Destroy Everything" einen weiteren Song der Kategorie "I Will Be Heard" und "This Is Now" wieder entdecken und lächzend auf das nächste Konzert warten, um dort zusammen mit Jamey diese Titel zum besten zu geben.