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Dream Theater -  Score     Artist:  Dream Theater
    Album:  Score
    Label:  Warner
    Release:  25.08.2006
   Medium:  Livealbum
    Genre:  Progressive Metal ausdrucken 
    Autor:  Beelzebübchen empfehlen/teilen 
 

Konzerte von Dream Theater können wahrlich beeindruckend sein: Spielzeiten von über zwei Stunden sind keine Seltenheit, die Songauswahl immer wieder gut getroffen, die spielerische Qualität meistens umwerfend und wer Glück hat, erlebt auch eine der seltenen Shows, bei der die Band einfach mal ein komplettes Album eines anderen Künstlers nachspielt (u.a. Pink Floyds "Dark Side Of The Moon", Iron Maidens "The Number Of The Beast", Deep Purples "Made In Japan" oder Metallicas "Master Of Puppets").

Nach den bereits hochwertigen Live-Alben "Once In A Livetime" (1998), "Live Scenes From New York" (2001) und "Live At Budokan" (2004), welche bereits als Doppel- oder Dreifach-Alben und zum Teil auch auf DVD veröffentlicht wurden, plante die Band anlässlich ihres 20. Bandjubiläums eine ganz besondere Show in ihrer Heimatstadt New York. Am Ende ihrer großen Tournee sollten Klassiker und einige der Songs in einer ganz besonderen Live-Version mit einem 30-köpfigen Orchester gespielt und in Bild und Ton für eine spätere Veröffentlichung aufgezeichnet werden. Das Ergebnis trägt den Titel "Score: 20th Anniversary World Tour Live With The Octavarium Orchestra" und wird entweder als Dreifach-CD oder Doppel-DVD zum Kauf angeboten. Doch leider haben solche einmaligen Shows auch einen großen Nachteil: Man kann sie nur ein einziges Mal aufzeichnen. Während man bei den bisherigen Live-Alben eigentlich immer eine uneingeschränkte Kaufempfehlung geben konnte, sollte man sein Geld diesmal lieber mit Bedacht investieren. Zumindest auf der Album-Version enttäuschen Dream Theater auf weiten Strecken. Der bereits häufig kritisierte Sänger James LaBrie hatte offenbar nicht seinen besten Tag erwischt und leistet sich gleich mehrmals falsche Töne. Dabei ist der Sound diesmal leider sehr stark auf den Gesang orientiert, während die Schlagzeugarbeit von Mike Portnoy vergleichsweise unklar aus den Boxen tönt. Die Soli bei manchen Stücken, z.B. das sechsminütige Intro zu "Octavarium", wirken sehr in die Länge gezogen und enervierend. Und so nett ein großes Orchester sein mag, so sehr kann man damit auch einen live-erprobten Klassiker wie "Metropolis Part 1" in eine vergleichsweise lahme Ente verwandeln.

Zugegeben: Manche Stücke wie "Six Degrees Of Inner Turbulence" sind prädestiniert für eine orchestrale Umsetzung, allerdings wurde leider auf eine Unterteilung in die einzelnen Parts verzichtet, was bei über 40 Minuten Spielzeit schon recht ärgerlich sein kann. Für die Allessammler natürlich besonders erwähnenswert sind die beiden Lieder "Another Won" (vom Majesty-Debütalbum) und "Raise The Knife", welcher bislang nur als schlechte Bootleg-Aufnahme getauscht wurden.

Die DVD-Version von "Score" ist da sicher um einiges interessanter ausgefallen sein, weil sie neben den hochwertigen 5.1.-Surround-Sound auch noch jede Menge optischer Spielereien bietet. Alleine für die Kulisse der Radio City Music Hall lohnt sich schon der Kauf der DVD. Die preisliche Differenz vom Album zur DVD beträgt dabei gerade mal 10,- Euro. Im Vergleich zu der gleichnamigen DVD-Veröffentlichungen gibt es darum für die Album-Version diesmal nur eine eingeschränkte Kaufempfehlung.


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Hallo! Ich kann mich der eingeschränkten Kaufempfehlung (der DVD) nur anschließen: Portnoy hat eindeutig die meisten Kameraminuten (man merkt, dass er Regie geführt hat), das Orchester spielt nicht besonders unisono bei vielen Stellen - man merkt, dass sie überfordert sind - und James LaBrie kommt eindeutig in die Jahre (gut, er hat die hohen Töne nie sauber singen können)... die Musikauswahl ist gut, allerdings fehlen Klassiker von der Images & Words und auch der Inifinity-Sessions. Von mir gibts für dieses Werk leider nur eine 3! Vor allem wegen dem echt miesen Orchester!

von Chosto (10.09 | 01:18)
 
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