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Antler -  Nothing That A Bullet Couldn't Cure     Artist:  Antler
    Album:  Nothing That A Bullet Couldn't Cure
    Label:  Small Stone Records
    Release:  02.06.2006
   Medium:  Album
    Genre:  Rock ausdrucken 
    Autor:  Demon Cleaner empfehlen/teilen 
 

Auf ihrem Debütnachfolger "Nothing That A Bullet Couldn't Cure" bestechen Antler mit neoklassischem Southern-Rock der im mittleren Tempobereich angesiedelt ist und das genretypische Alabama-Veranda-Schaukelstuhl-Feeling vermittelt.

Vollgesogen mit einem Gemisch aus Bier, Whiskey und Weed, erinnert "Nothing That A Bullet Couldn't Cure" geschmacklich an The Allman Brothers oder Jacksonvilles Lynyrd Skynyrd, wobei Antler jedoch im kalten Norden der USA, in Boston beheimatet sind und dennoch diesen sonnengereiften Südstaaten-Rock spielen als hätten sie ihr Leben lang nichts anderes gemacht. Dabei teilen ¾ des Sextetts eine gemeinsame Vergangenheit in der Stonerrockband Roadsaw.

Fernab vom Stonerrock, bestechen die Bostoner heute durch eine gekonnte Verknüpfung von klassisch-traditionellem 70er Jahre Southernrock samt stilechter Hammond-Orgel fürs Retro-Flair und klingen dabei doch irgendwie zeitgemäß wie durch einen musikalischen 90er Jahre Filter gepresst.

Der Einstieg wird mit "The Gentle Butcher" absolviert, in dem das Sextett um Streicher und Blasinstrumente bereichert wird, eine für dieses Genre ungewohnte Kombination. "They Know I'm The One" und "Deep In A Hole" sind riffbetonte, gemächlich vor sich hin brutzelnde Rocksongs, die, dem Albumtitel entsprechend, die musikalische Untermalung für Elmar Fudds Hasenjagdausflüge sein könnten – "I am a hunter, I go hunting."

Das bluesige "Frozen Over" genau wie das introvertierte "See Me Hang" bestechen durch ihre entspannten, zurückgelehnten dabei aber sehr melodischen Gewänder. Ähnlich gestaltet sind die eher ruhigen und leisen Blues-Balladen "Reminds Me Of A Way" und "A River Underground", in denen die Band maskulin und dennoch beherzt zu Werke geht ohne Angst zu haben Herz zu zeigen.

Mit "Black Eyed Stranger" haben Antler einen unerträglich schweren und niederdrückenden Trauermarsch geschrieben, der niemanden kalt lassen dürfte. Einzig das stilistisch etwas herausfallende "My Favorite Enemy" erscheint grenzwertig.

"Nothing That A Bullet Couldn't Cure" besticht im Vergleich zum selbstbetitelten Vorgängeralbum "Antler" durch ein deutlich gereiftes Songwriting, geschmackvolle Kompositionen und superbe Melodieführung, insbesondere in punkto Gesang. Mit diesem Werk ist Antler vermutlich der Zugang zu einer breiteren Zuhörerschaft sicher. Ein schönes Album für den montäglichen Zwölf-Bierchen-Abend oder die nächste Kneipenprügelei.


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