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Mastodon -  Blood Mountain     Artist:  Mastodon
    Album:  Blood Mountain
    Label:  Reprise Warner
    Release:  08.09.2006
   Medium:  Album
    Genre:  Progressive Metal ausdrucken 
    Autor:  Demon Cleaner empfehlen/teilen 
 

Schon beim Titel des Konzeptalbums "Blood Mountain" zeigt sich Mastodons Progressivität exemplarisch. Spielt derzeit jedermann mit der durch die "Fluch der Karibik"-Filme in Mode gekommenen Piraten- und Seefahrer-Metaphorik, so begeben sich die hydrophilen Heavy-Giganten aus Atlanta rechtzeitig an Land und suchen sich neue Tätigkeitsfelder. Mastodon sind ihrer Zeit und anderen Bands ein gutes Stück voraus und nun hat es sie in die Berge verschlagen.

Im "Blood Mountain" Opener "The Wolf Is Loose" zeigen sich letzte Bezüge zu "Leviathan" (2004), dem konzeptionellen Vorgängeralbum, das sich Herman Melvilles Roman "Moby Dick" als Vorlage bediente. Mit der Zeile "The belly of the whale, refusal of return" verlassen Mastodon das gewohnte Element Wasser und wagen den Ausflug an Land und die Besteigung des blutigen Berges auf der irrungsreichen Suche nach dem kristallenen Schädel.

Dabei trifft man auf Wölfe, einäugige Yetis und Baummenschen in einer phantasmagorischen Umgebung. Schließlich werden unsere vier Protagonisten sogar vom sibirischen Winter überrascht und müssen sich notgedrungen von halluzinogenen Wurzeln und letztlich sogar von den eigenen Handgelenken ernähren um dem Hunger und der Kälte zu entkommen.

Schlagzeuger Brann Dailor eröffnet das Album mit einer kurzen polyperkussiven Ouvertüre. Um noch kurz bei o.g. Metaphorik zu verweilen – er ist der achtarmige Kraken der mit seinem unglaublich komplexen und doch eleganten Spiel jedes Schiff zum Kentern bringt und das Fundament für das überaus tighte und intensive Zusammenspiel legt.

"Crystal Skull" beginnt mit Tribal-Drums, 250-Liter-Tonnen werden zu Schlaginstrumenten umfunktioniert und verleihen Mastodon eine neue Tiefe im 30Hz-Bereich. "Sleeping Giant" ist einfach nur großartig instrumentiert und arrangiert, man hört die Reifung einer bereits sehr reifen Band klar heraus. Sicherlich sind die ausgefeilten Kompositionen auch auf die im Vergleich zu früheren Werken der Band großzügigere Studiozeit zurückzuführen, die ihnen der Wechsel zum Majorlabel Warner Bros. ermöglichte. Dennoch stand die Band diesmal auch unter einem größeren Druck - dem Erfolg ihres Vorgängeralbums gerecht zu werden.

Wenn "Leviathan" Mastodons "...And Justive For All" war, dann ist "Blood Mountain" ihr "Master Of Puppets". Technisch sind Mastodon momentan auf ihrem Höhepunkt. Was einem die beiden Gitarristen Brent Hinds und Bill Kelliher allein in "Capillarian Crest" an Hochgeschwindigkeits-Licks und gitarristischer Akrobatik um die Ohren ballern ist brillant, nahezu unglaublich und setzt neue Genre-Standards.

Auch Sänger und Bassist Troy Sanders, dessen grunzendes Geschrei auf früheren Werken als weiteres Instrument fungierte, zeigt sich auf "Blood Mountain" experimentierfreudiger und von seiner melodischeren Seite. In "Cirle Of Cysquatch" wird seine Stimme sogar durch einen extremen Voiceover-Effekt verfremdet.

"Bladecatcher" ist ein beeindruckendes und erdrückendes Instrumentalstück zugleich, das sogar Parallelen zu King Crimson oder Rush aufweist. Bei "Colony Of Birchmen" gibt sich Josh Homme von den Queens Of The Stone Age als Gastsänger die Ehre und verleiht dem Lied seine besondere Note. "This Mortal Soil" ist ein abwechslungsreiches wie komplexes Stück mit raffinierten Rhythmuswechseln die auf überraschende Harmoniewenden treffen.

Das bluesige "Pendulous Skin", ein betont instrumentales Stück, dass zwar hintergründig Gesang enthält, bildet den würdigen Abschluss einer phänomenalen Platte. Eine Überraschung halten Mastodon dann nach 22 Minuten doch noch bereit - einen Abschiedsgruß von Joshua Homme.

Mastodon ist eine richtungweisende, progressive Metal-Band die ihre Einflüsse aus Trash, Doom, und Psychedelic geschickt zu verknüpfen versteht und gemeinsam mit Hausproduzent Matt Bayles auf "Blood Mountain" ganze Arbeit geleistet und ein weiteres Meisterwerk erschaffen hat.

Vielleicht ist "Blood Mountain" Mastodons Mount Everest und nicht mehr zu toppen aber mit Sicherheit gibt es noch weitere Achttausender zu erklimmen und falls das der Band zu langweilig sein sollte, gibt es ja noch genügend andere Herausforderungen und wer weiß vielleicht kehrt sie ja auch wieder aufs Wasser zurück.


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