Von Flugobjekt kann bei UFO leider keine Rede mehr sein, die Zeiten erfolgreicher Höhenflüge sind lange vorbei. Unbekannt, das trifft leider eher zu, vielen jüngeren Rockfans sind die Ex-Kollegen von Michael Schenker kein Begriff mehr. Abgesehen von dessen Nachfolger spielt die Band jetzt sogar wieder in Originalbesetzung. Schlagzeuger Andy Parker ist zurückgekehrt, um mit seinen alten Jungs das Affenpuzzle zu lösen ... "Hard Being Me" heißt der Opener, die Message nimmt man Phil Mogg nicht ab, den fetzigen Rocker schon. Das geht ja gut los! Dass der Frontmann sich mit "Heavenly Body" selbst besingt (er ist ja in Topform), ist unwahrscheinlich. Was zählt: es rockt. "Hey ... Mr. Parker!" Der Willkommensgruß für den verlorenen Sohn lässt bis zum vorletzten Song auf sich warten, "Rolling Man" hat zweifelsohne die genialsten Lyrics: "I Got A Woman With A Magic Touch / She's Half Crazy And She's Half Dutch". "Who's Fooling Who" ist der legitime Nachfolger von "Love To Love You", etwas übertrieben gesagt. Die Powerballade mit Uptempo-Passagen und einem klassischen UFO-Solo gehört zu den emotionalen Highlights des Albums, die auf dem letzten gefehlt haben. Hut ab vor Vinnie Moore, sein Spiel ist ein Hochgenuss! Auch "Drink Too Much" und "Good Bye You", zwei weitere Balladen, leben von seinen emotionalen Gitarrensoli. Rock, Blues, Ballade, von allem ist etwas dabei. UFO knüpfen dort an, wo sie mit "You Are Here" aufgehört hatten. War der Vorgänger noch eine Standortbestimmung, ist "The Monkey Puzzle" die konsequente, vielleicht sogar noch bessere, Fortsetzung. Dabei handelt es sich um ein gelungenes Album einer großartigen (wenn nicht legendären) Band, die deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. So wie es sich für ein UFO gehört.