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Laibach -  Volk     Artist:  Laibach
    Album:  Volk
    Label:  EMI / Mute
    Release:  20.10.2006
   Medium:  Album
    Genre:  Gothic ausdrucken 
    Autor:  TheBanshee empfehlen/teilen 
 

Mit "Volk" vollziehen Laibach (deutsch für Ljubiljana) musikalisch einen radikalen Kurswechsel. Sie kehren den militärisch stampfenden Technobeats den Rücken zu und widmen sich Klavierpartituren, Streichern und Downbeats. Von Industrial-Rock ist keine Spur mehr zu finden. Man betritt völliges Neuland. Lediglich die düstere, grimmige Stimme von Sänger Milan Fras ist als sofort erkennbares Markenzeichen ihres alten Klangbildes geblieben, ansonsten macht sich das Künstlerkollektiv aus dem slowenischen Trbovlje an eine Mischung aus düsterem Trip Hop, moderatem Break Beat und Klassik.
Das achte Studioalbum der Provokateure fällt somit komplett aus der bisherigen Diskographie heraus. 14 Nationalhymnen wurden vertont, umarrangiert und mit einer guten Portion Kritik am amerikanisch-britischen Kulturimperialismus gespickt, die auch bei näherer Betrachtung des Covers (vorne grinsende Schafe, innen Zitate von Bush, Rice und Konsorten) relativ deutlich hervorsticht.
Die Stücke wurden größtenteils auf Englisch aufgenommen, zahlreiche Gastsänger unterstützen Laibach in ihrer jeweiligen Landessprache.
Der Opener "Germania" ist eine Interpretation des Liedes der Deutschen von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben aus dem 19. Jahrhundert, das nach dem ersten Weltkrieg zur Nationalhymne des Deutschen Reiches wurde. Die Single "Anglia" ist inspiriert von John Bull's "God Save The Queen". Es folgen Hymnen an Russland, Italien, Spanien, Israel, die Türkei, Japan, den Vatikanstaat, Slowenien und letztlich an den fiktiven Laibach-Kunststaat "NSK", allesamt voller Pathos und das Nationalgefühl aller als gemeinsamen Konsens gesetzt.
Laibach spielen bewusst mit Klischees und nehmen kein Blatt vor den Mund. Beim Deutschlandlied fehlt auch die verbotene erste Strophe nicht, zu Beginn hört man Kuhglocken im Hintergrund, die USA Hymne "America" wird von Polizeisirenen begleitet, "Anglia" könnte auch direkt in einem Pub aufgenommen worden sein, die türkische Hymne wird von einem beschwörenden "Atatürk" begleitet.
Das Album erscheint im Hardback Buchformat in limitierter Auflage mit Aquarell-Artwork von Laibach und umfangreichen Linernotes zu jedem einzelnen Track.
Es ist mit Sicherheit ein Ausnahmewerk. Als solches ist es schwer zu bewerten, musikalisch und thematisch hochinteressant, in jedem Falle zeitlos, gleichzeitig aber doch hochaktuell. "Volk" wird mit Sicherheit den einen oder anderen provozieren und eventuell Kontroversen auslösen, ob soviel Nationalismus im heutigen Gothic sein muss oder nicht. Es handelt sich um schwere Kost, die auf ihre Art brilliant ist, aber auch mit ein wenig Vorsicht zu geniessen. Ein anspruchsvolles Düsteralbum einer altbekannten Kunstmaschine, bei dem einem ab und an aus verschiedenen Gründen die Nackenhaare hochstehen können.


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