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"Dieser Krieg ist unbarmherzig", lautet die erste Zeile von "War" und gibt damit sowohl textlich, als auch musikalisch den Weg vor auf dem sich diese CD ihre Bahn freischießt. Dieser Krieg, der sich Leben nennt, war für die Formation aus Holland auch nicht immer einfach. Seit ungefähr zehn Jahren tourt man sich den Arsch ab und arbeitet seit den Anfangstagen sehr hart für den sich langsam einstellenden Erfolg. Doch gehen Sänger Ché Snelting, Bassist Rob Franssen, die Gitarristen Dominik Stammen und Karl Fieldhouse und Schlagzeuger Roel Klomp ihren Weg stets mehr als Konsequent. Trends in der Musik, wie sie allzu oft nur Pose sind, kommen bei den Jungs, die mehrheitlich aus den Niederlanden stammen, nicht vor. Vorbilder sind hier eher gestandene Bands der verschiedenen Genres wie, Bolt Thrower, Obituary, Integrity, Testament, Slayer, frühe Agnostic Front und Crumbsuckers, aus deren Schatten man sich lange herausgespielt hat und über die Jahre diesen typischen Born From Pain Sound entwickelte.
Vorweg kann man schonmal nehmen, dass "War" eine dieser Platten ist, die sich von Vorn bis Hinten gnadenlos durchhören lassen. Es sind diese dynamischen Wechsel zwischen Groove und Up-Tempo mit intelligenten Breaks und versiert eingestreuten Melodien, die den typischen Born From Pain Sound ausmachen, welcher natürlich auch bei dieser CD wieder zelebriert wird. Es gibt etwas mehr Melodie als sonst zu verzeichnen, die aber nicht auf Kosten der Aggressivität geht. Lediglich die Eingängigkeit wird damit erhöht. Songs wie Felsbrocken befinden sich auf dem Album. Schwer und brutal, aber die Ecken und Kanten sind der voranschreitenden Reife der Musiker gewichen. Dieser Fakt spiegelt sich auch im verbesserten Songwriting wider. Mit der Produktion wurde wieder Tue Madsen betraut, der seinen Job, wie immer eigentlich, hervorragend gemeistert hat. Der Druck des Sounds hat sich im Vergleich zu "In Love With The End" nochmal verstärkt. Es gibt auch wieder einen Song der sich Live schon als "Hit" etabliert hat und auch auf dem Album zu überzeugen weiß. "Stop At Nothing" heißt er und schlägt wegen des eingängigen Mitsing-Teils am Anfang in eine ähnliche Kerbe, wie "The New Hate" auf dem Vorgänger. Ein weiterer Schmankerl bei "War" ist die vielfältige Mitwirkung von Gastsängern, die allesamt Freunde der Band sind. Zu nennen wären da Jan Chris (Gorefest), Pepe (Hatesphere), Lou Koller (Sick Of It All) und Barney Greenway (Napalm Death). Letztgenannter singt einige Teile beim Song "Behind Enemy Lines", welcher als Bonussong für Europa und Japan fungiert. Textlich bleibt bei "War" alles beim alten, nur der sozialkritische Moment, der schon immer vorhanden war, wird einmal mehr betont, auch um klarzumachen woher man eigentlich kommt.
"War" ist auf jeden Fall, bis jetzt, die beste und solideste Scheibe von Born From Pain und Genre-Kollegen werden einiges aufbieten müssen um hier heran zu kommen. Die Messlatte ist ein weiteres Mal ein Stückchen höher anzusetzen. Wem es wichtig ist bei geiler Musik auch noch intelligente Texte um die Ohren geklatscht zu bekommen, dem sei dieses Werk wärmstens ans Herz gelegt. Diesmal wird es auch gleichzeitig zum CD-Release eine Vinyl-Version via Hollow Man Records geben. Die ersten Exemplare der CD-Version werden mit einer Bonus-DVD kommen. Also, macht euch bereit für den "Krieg".
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