The Barenaked Ladies are back. Drei Jahre nach ihrem letzen Studioalbum "Everything To Everyone" präsentieren sie - mit dem sehr originellen Titel - "Barenaked Ladies Are Men" ihr neustes Machwerk. Sollte man dies schon verwirrend finden, es kommt noch besser. "Barenaked Ladies Are Men" gibt es in zahlreichen Versionen. Es gibt die reguläre Variante, welche dreizehn Lieder umfasst; mit oder ohne Bonustracks. Eine Deluxe-Version gibt es mit 27 bzw. 29 Liedern. Alle Songs zusammen wiederum bekommt man nur in Form eines USB-Sticks ("Bareneaked On A Stick"), zum Preis von 25 Dollar, welcher aber nur online oder bei Konzerten erworben werden kann. Nach Angaben der Band wollte man so gewährleisten, dass jeder Fan einen optimal passenden Mix bekommt. Ist solch eine Idee durchaus begrüßenswert, an einer konstruktiven Umsetzung hapert es dann doch. Das (mir) vorliegende Album umfasst sechzehn Songs. Mit "Serendipity" eröffnet Keyboarder Kevin Hearn mit einem mid-tempo Indietrack den Musikreigen. Gesungen von Steven Page folgt sodann "Something You'll Never Find" etwas energetischer, rockiger. Als nächster ist Ed mit "One and Only" an der Reihe. "Angry People" ist dann der erste Höhepunkt in guter alter Barenaked Ladies Manier, Sänger Steven in Hochform, einen bösen Text und eine lustige Melodie. "Down To Earth" kommt danach mit Ed am Mikro wieder rockiger daher. Über "Beautiful" kommt das Album mit "Running Out Of Ink" zum nächsten Höhepunkt, Steven präsentiert sich erneut in Topform. "Half A Heart", "Maybe Not" und "I Can I Will I Do" lassen dann mit "Fun & Games" einen sehr politischen Song folgen, ein kritischer Text über die US-Regierung und den Irakkrieg wird hinter einem fröhlichen Gesamtbild versteckt. Die Ballade "The New Sad" und die meist als Bonus offerierten "Quality", "Another Spin", "What A Letdown" und "Why Say Anthing Nice?" bringen die Platte dann entspannt zu Ende. Mit "Barenaked Ladies Are Men" ist der Band ein klasse Album gelungen, welches die Attribute hochwertig und einprägend verdient. Über die (merkwürdige) Zusammenstellung der einzelnen Tonträger kann man ja noch mal nachdenken.