Arizona zählt allgemeinhin als eher sonniger Staat und wird meist mit Wüste, Basketball, oder ähnlichem assoziiert. Hier kommt nun aber eine astreine Metal-Band aus genau diesem US-Bundesstaat mit einer Tour-EP namens "Legend", die gleichzeitig die erste Label-Veröffentlichung der Band darstellt. Der Name der Combo spielt auf eine tragische Figur aus der Geschichte an. Abigail Williams wurde als gerade elfjährige beschuldigt eine Hexe zu sein und daraufhin bei den 1692 stattfindenden Hexenjagden verbrannt. Der Name passt ganz und gar in den düsteren Kontext der Band. "Legend" steht musikalisch gesehen in mehreren Traditionen. Es wird dem typischen schwedischen Death-Metal Tribut gezollt, aber auch Hardcore-Breakdowns und Black-Metal-Einflüsse spielen eine wesentliche Rolle im Sound der Band. Man ordnet sich aber zu keiner Zeit einem dieser Stile komplett unter, sondern behält stets seine Individualität. Muss man unbedingt Vergleiche heranholen, könnte man die Gruppe wahrscheinlich am ehesten mit Bands wie Mayhem, oder Emperor vergleichen. Songs wie "Like Carrion Birds" blasen einem förmlich die Langeweile aus dem Sinn. Neben der üblichen Instrumentierung kommen auch Keyboards vor, die meist im Hintergrund agieren und zu der mystischen Gesamtstimmung ihren Anteil beitragen. Diese EP soll einen Vorgeschmack bilden auf das bald erscheinende Album, dass mit dem legendären James Murphy aufgenommen wurde. Die Kurz-Scheibe besteht aus fünf soliden und durchaus interessanten Songs im Großraum Death-/Black-Metal und sollte von Liebhabern dieser Genre unbedingt mal angecheckt werden. Die Brutalität der Jungs ist fast nicht zu toppen.