Klischees spielten im Metal schon immer eine große Rolle. Seit den Anfangstagen bedienten Bands wie Iron Maiden und Konsorten die Vorurteile der Bevölkerung zusätzlich. Auch Blood Tsunami werden damit nicht brechen. Nach der Gründung der Band im Jahre 2004 prügelte man erstmal ein Demo ein und spielte einige Gigs. Vermehrte Lineup-Wechsel führten im Frühjahr 2005 letztendlich dazu, dass sich mit dem neuen Drummer Faust (Ex-Emperor, Scum) die Besetzung stabilisierte. Das nächste Demo zeigte dann schon eine weitaus gereifte und tighte Band, was letztlich auch zu dem Deal mit Candlelight Records führte. Als erstes Produkt des Three-Record-Deals erscheint nun "Thrash Metal". Der Name ist nicht nur Pose, sondern Programm. War die letzte Band an der Tausendsassa Faust sich beteiligte doch eher ein Bastard aus Rock'n'Roll und Thrash Metal, überwiegen jetzt wieder die metallischen Elemente. Man könnte bald sagen, es gibt auf dieser Platte eigentlich nur Metal. Die Worte Old-School-Thrash-Metal würden das Album schon fast in allen Einzelheiten beschreiben. Sonderlich Wert auf Innovation hat man hier nicht gelegt. Man bewegt sich im eher eng gesteckten Feld zwischen 80er Thrash-Metal der Marke Kreator/Destruction/Sodom und dem Bay Area Thrash der 90er Jahre. Exodus lassen grüßen. Man muss schon zugeben, dass die Musik sehr tight gespielt ist und auch einige Finessen im Detail lauern, aber so richtig vom Stuhl reißen kann dieses Album kaum jemanden. Einzig die Stimme bildet eine Ausnahme. Sänger und Gitarrist Pete klingt nicht wie die typischen Shouter diesen Genres. Man könnte ihn eher in einen Black-/Death-Metal-Kontext einordnen. Die einzelnen Songs sind in sich schon sehr abwechslungsreich und eingängig. Auch im Gesamtbild kann man eine gewisse Abwechslung nicht verschweigen. Es gibt eher ruhige Tracks wie "Infernal Killing Spree", aber auch wahre Nackenbrecher wie "Evil Unleashed" auf dem Album. Richtige Totalausfälle sind nicht vorhanden, aber leider auch keine echten Schmankerl. Leute die auf alten Thrash-Metal in einem etwas moderneren Sound-Gewand stehen, werden hier sicher nichts falsch machen, aber es stellt sich ein weiteres Mal die Frage, ob man im Jahre 2007 immer noch die gleichen Riffs schreiben muss wie im Jahre 1985. Die CD ist eher als Soundtrack zu einer Rock-Hard-Party geeignet, nicht aber als Meilenstein des Genres zu verstehen. Die Klischees überwiegen.