Thrashmetal ist nicht totzukriegen. Eine Tatsache, die für sich genommen beruhigend scheint, auf die sich die ein oder andere Band aber allzu sehr verlässt. Das soll nicht heißen, dass das Genre wenig Spielraum zum kreativen Schaffen bietet, sondern vielmehr, dass man sich nicht auf den von Szenegrößen wie Slayer oder Kreator geschaffenen Loorbeeren ausruhen sollte. Maze Of Torment haben als Band auch schon zehn Jahre auf dem Buckel, und das 2003 erschienene vierte Album "The Unmarked Graves" ließ auf halbwegs facettenreiche Einflüsse schließen. Die Thrash-Schlagseite wurde mit dem Nachfolger "Hammer Of Mayhem" deutlich ausgebaut und der nunmehr sechste Silberling könnte glatt als Tribute an oben genannte Bands gelten. Nur ohne Slayer-Songs eben. Vielleicht währe man mit ein paar Coversongs besser beraten gewesen, denn was die Jungs hier abliefern riecht nach gewollt und nicht gekonnt. Statt sich auf den stilistisch abwechslungsreicheren Sound der eigenen Vergangenheit zu konzentrieren und diesen um einige persönliche Nyancen zu erweitern, haben Maze Of Torment hier klar Rückschritte in Sachen Komplexität und Eigenständigkeit gemacht. Die Betonung der Soli werden dem Vollblutmusiker im Publikum eventuell inspirierend erscheinen, hin und wieder ("This Vision" oder "The Icons Burden") würde man sie lieber durch robusteres Songwriting ersetzt sehen. Mit "Terminance – Obliterate" hauen die Schweden einem zumindest einen dicken Thrashkracher um die Ohren und das groovy "A Few More Bullets" ist ein ansehnlicher Nackenbrecher. Spaß macht "The Hidden Cruelty" schon und sicher wird das Spektakel seine Freunde finden. Wer allerdings geradlinigen Thrash der guten alten Schule will, sollte sich trotzdem lieber zum tausendsten Mal "Reign In Blood" durch den Schädel jagen.