"The Great Burrito Extortion Case" ist bereits das neunte Album der amerikanischen Band Bowling For Soup, oder - wie sie sich mittlerweile nennen - der FABULOUS Bowling For Soup. Doch so fabelhaft, wie es der Bandname verspricht sind die vier texanischen Komiker Jared Reddick (Gesang), Chris Burney (Gitarre), Gary Wiseman (Schlagzeug) und Erik Chandler (Bass) auf dieser Platte nun auch wieder nicht. Und wenn einige Songs durchaus hitverdächtig klingen, liegt das wohl eher daran, dass wir das alles schon einmal en masse bei Bands wie Blink 182 oder Wheatus hatten Nach der Vertragsunterzeichnung bei JIVE Records konnten Bowling For Soup durchaus mit Erfolgen glänzen, ihre Alben verkauften sich in den Staaten millionenfach. Und für die Single Girl All the Bad Guys Want gab es sogar eine Grammy-Nominierung. Doch Vorerfolg , aufwendiger Produktion und massiver Promotion zum Trotz ist diese Platte leider etwas überflüssig am weiten Himmel des High School American Punk Rocks geraten und klingt fast schon zu kommerziell. Was soll der Titel überhaupt bedeuten? Herrscht denn bei den Herren so große Textnot? Und Textzeilen, wie "Won’t be love love love" oder "Hey, I am doing okay!" glänzen außer durch Banalität und Einfachheit durch nicht wirklich viel. Es fehlt der emotionale Zugriff zur Musik. Und welcher Erwachsene, hart arbeitende Mensch möchte sich in seiner Freizeit freiwillig Songs von gealterten Punk Rockern zum Thema Harry Potter anhören? Nicht wirklich viele, denke ich. Durch die Lyrics, die pseudo-punkige Gitarre und die zu sehr an Blink 182 erinnernde Stimme von Sänger Jared - die man sich durchaus anhören könnte, wenn nicht JEDE Punk Rock Band aus Amerika so klingen würde - kann die LP außer bei pickelgeplagten Highschool Kids nicht wirklich punkten. Und das machen selbst die beiden Bonus Tracks nicht wett. Highschool endet aber nun mal doch irgendwann, Jungs! Also, grow up! Es wird Zeit erwachsen zu werden. (Geschrieben von Anja Braun - remixed von Oliver )