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Dimmu Borgir -  In Sorte Diaboli     Artist:  Dimmu Borgir
    Album:  In Sorte Diaboli
    Label:  Nuclear Blast
    Release:  27.04.2007
   Medium:  Album
    Genre:  Blackmetal ausdrucken 
    Autor:  Ingo empfehlen/teilen 
 

Auf ihrem 2003er-Opus "Death Cult Armageddon" haben Dimmu Borgir die Grenzen der Möglichkeiten in der Verbindung von epischem Metal und bombastischen Orchesterklängen ausgereizt. Ein konsequenter Rückbau des Metal-Fundamentes oder reines Selbstplagiat wären wohl die einzigen Optionen gewesen, hätte die Band den Weg in die klassisch-symphonische Richtung weiter verfolgen wollen. Aber die gitarrenlastigen Neuaufnahmen des "Stormblast"-Materials haben bereits angedeutet, wohin es mit den Norwegern musikalisch wohl gehen könnte und so klingt "In Sorte Diaboli" denn auch nach dem erstem Eindruck wie eine gesunde Mischung aus den beiden angesprochenen Werken.

Auf Orchester oder Streicherensemble (wie bei "Puritanical Euphoric Misanthrophia") wurde diesmal nicht zurückgegriffen, ohne jedoch die symphonischen Elemente gänzlich aus dem Soundgewand zu verbannen. Deutlich ist bei Dimmu Borgir anno 2007 das Bemühen zu erkennen, die Songs - bei aller erwartbaren Komplexität - nicht klanglich zu überfrachten. Die erste und dem geneigten Fan sicher schon wohlbekannte Singleauskopplung "The Serpentine Offering", mit der das Album eröffnet, ist demnach gar nicht so repräsentativ für das ganze Album. Synthetisierte (und dennoch nicht billig klingende - Grüße an Manowar...) Orchesterklänge tauchen eher selten auf. Dafür bereichert Keyboarder Mustis den Sound gelegentlich mit sehr warmen Pianoklängen (bestes Beispiel ist "The Sacrilegious Scorn"), was viel besser klingt als das dominante Keyboardgefrickel vom 1999er Werk "Spiritual Black Dimensions", als die Band erfolglos versuchte, ohne Orchestermusiker einen bombastischen Klangteppich zu kreieren.

Was auf einem modernen Dimmu Borgir-Album natürlich nicht fehlen darf - und ebenfalls vorab bei "The Serpentine Offering" zu belauschen war - ist Bassist Simens klare Stimme, die wieder vereinzelte Farbtupfer setzen darf. Der gute Mann singt auf "In Sorte Diabli" überraschend poppige Melodien, was mal wunderbar funktioniert (wieder "The Sacrilegious Scorn"), andermal weniger ("The Invaluable Darkness"). Auch viele andere Klangelemente auf "In Sorte Diaboli" werden dem Kenner sicherlich bekannt vorkommen, vor allem die bedrohlich verzerrten Sprecheinlagen von Keifmeister Shagrath. Aber auch andere Ideen hat man schon auf früheren Alben der Band hören können, so dass echte Überraschungen selten sind. Das tut der Qualität der neuen Scheibe jedoch keinen Abbruch. Dimmu Borgir verstehen es nach wie vor meisterhaft, komplexe Arrangements, Eingängigkeit, Bombast, Härte und eine Brise Düsterkitsch zu einem jederzeit nachvollziehbaren, höchst unterhaltsamen Ganzen zu verbinden. Dass das mit Black Metal nicht allzu viel zu tun hat, braucht dann auch gar nicht mehr diskutiert zu werden. Dimmu Borgir bieten seit Jahren großes Metal-Kino und setzen das auch 2007 mit gleichbleibender Qualität fort.

Noch einige Worte zum Status von "In Sorte Diaboli" als Konzeptalbum. Bekanntlich wird die Geschichte eines im Mittelalter vom christlichen Weg abfallenden Ministranten und dessen Faszination für die dunkle Seite erzählt. Verriete man aber niemandem, dass es ein überspannendes Konzept gibt, würde es beim Hören wohl kaum einem auffallen. Denn außer dass ein eingängig gekrächztes "In Sorte Diaboli!" in zwei Liedern auftaucht (beim im Schnitt schnellsten Song des Albums "The Chosen Legacy" und dem mächtigen "The Sinister Awakening"), gibt es auf Anhieb keine das Album durchziehenden musikalischen Themen zu erkennen. Jeder Song steht auf eigenen Füßen und auf für Konzeptalben übliche Zwischenspiele oder ähnlichen Zinnober wird verzichtet.

Tatsächlich schien die Absicht, ein Konzeptalbum zu schreiben viel eher den positiven Effekt gehabt zu haben, dass das Ergebnis bei aller Eigenständigkeit der Songs eine hohe innere Geschlossenheit aufweist. "In Sorte Diaboli" ist ein Album geworden, bei dem weniger einzelne Titel herausragen als dass das Album als Ganzes den Hörgenuss ausmacht. Die Unterschiede zu den unmittelbaren Vorgänger-Alben bleiben letztlich marginal, was wohl auch am vergleichsweise stabilen Line-up der letzten Jahre liegen mag, das seinen Sound gefunden zu haben scheint (und Mayhems Hellhammer drückt diesem Werk weniger deutlich seinen eigenen Stempel auf als den "Stormblast"-Neuaufnahmen). Dimmu Borgir stagnieren. Das allerdings auf ganz hohem Niveau.

(geschrieben von Antal)


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Rezensionen:
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