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Selbstmord, Mord, Ertrinken und Vampire: Bleed The Dream mögen's gerne morbide. Das Cover zeigt die vier Musiker aus Kalifornien gar wie tot in einer gigantischen Blutlache liegend. Ob man das, angesichts der Tatsache, dass Drummer Scott Gottlieb nach den Aufnahmen für das Album-Debüt "Built By Blood" seiner Krebserkrankung erlag, als geschmacklos empfindet, muss jeder für sich entscheiden.
Ähnliches gilt für den Sound von Bleed The Dream. Es gibt nicht wenige Leute (und es wird bald bestimmt noch mehr geben), die die Band für ihre Mischung aus My Chemical Romance, Billy Talent und HIM abgöttisch lieben werden, aber mindestens ebenso viele werden angewidert die Augen verdrehen. Diese ultrafetten, prolligen Bratgitarren und omnipräsenten Background-Chöre, in Form gebracht von Rage Against The Machine- Produzent Garth Richardson, sind nun einfach nicht jedermanns Sache.
Dennoch: "Killer Inside" ist kein schlechtes Album. Viele der Melodien wissen zu überzeugen, allein der genial produzierte, trockene Schlagzeug-Sound macht die Platte für Drummer interessant. Als störend stellt sich jedoch bereits nach kurzer Zeit die Stimme von Sänger Mark Holmes heraus, die derart vor übertriebenem Pathos trieft, dass man ihm zeitweilig am liebsten die "Freddy Mercury Gedächtnis-Medaille" umhängen würde.
Ein weiteres Problem ist die enorm kurze Halbwertszeit der Songs. Abgesehen von wenigen echten Hits, wie dem Titeltrack oder "Drowning Is Painless" sind die meisten Stücke, tolle Melodien hin oder her, nach wenigen Minuten wieder aus dem Gedächtnis entschwunden. Auf spannende, überraschende Momente wurde leider gänzlich verzichtet, was "Killer Inside" letztlich gesichtslos und ein wenig langweilig erscheinen lässt.
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