Born To Lose haben, wie der Name schon sagt, wahrlich nichts zu verlieren. Deswegen handelt es sich bei "Old Scars" auch um direkten auf die Fressepunkrock mit Hymnencharakter aller verloren geglaubten Seelen. Wer morgens schlecht aus dem Bett kommt, der sollte seine Arbeitsmotivation mit diesem Album als Kickstarter in den Tag steigern. Das dürfte funktionieren, denn bei den einzelnen Songs steigt der Puls schnellstens auf 150 Schläge pro Minute. Schlechte Launesongs sind Mangelware und der vorantreibende Charakter in den Songs vermittelt volle Energie, mit der man locker auf die Zwölf drehen kann. Das Leitmotiv des Albums "Old Scars" verraten Born To Lose im dritten Song "The Gauntlet". "We Are On A Highway To Hell" schreit Sänger Chris Klink in Mikrophon. Angelehnt an den AC/DC-Klassiker offenbart er somit die Attitüde der Band und die scheint nicht nur musikalisch schweißtreibenden Angelegenheiten geweiht sein . Denn wie auch immer die Hölle erklingen mag, wenn man sich die Band animiert durch die Platte auf einem Konzert vorstellt, dürfte es sich hier um eine brennend hitzlüftige Angelegenheit handeln. Die Stücke auf "Old Scars" sind ein absoluter Frustrationskiller, der angelehnt an die Bar irgendeines Clubs in Kreuzberg nicht nur schneller trinken lässt, sondern auch zum mitgrölen animiert. Dreckiger Punkrock eben, mit durchzechter Stimme, vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber in Feierstimmung unschlagbar.