Hier brennt die Luft und diese Band hat wahrlich ihre Hausaufgaben gemacht. Nach zwei vorangegangenen EP’s folgt nun das erste Album von Monty Burns. Gleich im ersten Song "Into the great sun" geht die Scheibe ins Blut eines jeden, der die Fahne des Rock’n’Rolls hochzuhalten vermag, über. Schöne Überraschung, die Monty Burns auf ihrem Album "Black Box" abgeliefert haben. Man hört deutlich, dass sich hier der Einfluss skandinavischer Bands wie Turbonegro oder Millencolin mit der kalifornischen Präsenz von Bands wie Rancid durchgesetzt hat. Ohne nun Unkenrufe provozieren zu wollen, aber dieses Maß an Musikalität, das auch international mithalten kann, ist für eine deutsche Band aus dem schönen Witten im Ruhrpott eher ungewöhnlich. "Love at first sight" schlägt mit seinem bluesigem Rock’N’Roll Charakter direkt ins Epikzentrum jeglicher Lust, die man mit Musik assoziiert. Zwar klingt bei diesem Song die Stimme von Tim Köhler etwas zu hell, da hätte mehr Dreck und Tiefe besser erklungen. Aber da sonst die Vocals eine sehr gute Figur machen, ist das nur ein kleiner Schönheitsfehler, der auch sicherlich als absolut individuelles Kriterium anzusehen ist. "Fucked Up" ist ein Song, der gerade durch die Tieflage seiner Gitarren ordentlich Druck macht. Das hat fast schon einen KYUSS Charakter, vor dem man gerne den Hut zieht. Das ist aber nicht die einzige sehr angenehme Überraschung, mit der man auf "Black Box" konfrontiert wird. Mehr wird allerdings nicht verraten. Somit ist Monty Burns seit langem mal wieder eine deutsche Band, die nicht nur für enorme musikalische Spannung sorgt, sondern durch Individualität hervorsticht. Wenn man dann beim nächsten Album das Artwork noch der Vielschichtigkeit der Musik anpasst, kann nichts mehr schief gehen.
nix gegen deutsche bands aus dem schönen witten im ruhrpott *g*!! witten rockt! ;o)