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Samael -  Solar Soul     Artist:  Samael
    Album:  Solar Soul
    Label:  Nuclear Blast
    Release:  01.06.2007
   Medium:  Album
    Genre:  Metal Diesen Artikel ausdrucken 
    Autor:  The Wendigo Artikel per Mail versenden 
 

Einer der Sätze, die beim Durchhören der neuen Samael-CD ins Ohr fallen, ist der letzte Satz von "Olympus". Dort singt Vorph : "Pushing The Top Way Higher".
Diese Textzeile könnte Programm für das neue Album sein. Denn das, was Samael hier anbieten, ist ein Meisterwerk, das bis dato beste Album des Jahres und das Highlight der bisherigen Karriere von Samael.

Viele Leute werden beim ersten Hören das Album sofort als Reign Of Light" Teil 2 abtun. Wie falscher könnte man liegen, denn "Solar Soul" hat mit "Reign Of Light" eigentlich nur Nebensächlichkeiten gemeinsam.

Da wäre zunächst der Gesang. Etwas aggressiver als auf dem Vorgänger brilliert Vorph mal wieder mit seinem harten, abgehackten tiefen Gesang. Als nächste käme der Sound, der ebenfalls mächtig in Qualität angezogen hat, aber unverkennbar ähnlich zu "Reign Of Light" ist. Härter, kälter und aggressiver ist er geworden, mit Abstand der beste Sound, den Samael jemals hatte.

Ansonsten sind die Stücke wieder die üblichen 4 Minuten lang. Auch gibt es wieder den orientalische Ethno-Touch, der erstmalig damals bei "Jupiterian Vibe" auftauchte, bei "Inch'Allah" auf dem Vorgänger weiter vertieft wurde und nun perfektioniert ist. Hier und da kleine Einsprengsel ("Western Ground", "Promised Land") und mit "Quasar Waves" ein komplett von der Sitar getragener Song.

Das alles sind logische Fortführungen der Entwicklung von Samael. Das das Album aber auf den ersten Eindruck sehr viel schwerer zugänglich ist als die vorherigen, durfte man so nicht erwarten. Songs wie "On Earth" waren auf einem absolut simpel gestrickten Level, weshalb sie ja auch live so gut funktionieren. Auf "Solar Soul" sind die Stücke schwieriger, sperriger und dafür umso spannender. Die gesamte Melodiestruktur und die Konstruktion der Songs erinnert zutiefst an "Passage". Das Keyboard hat wieder die Funktion übernommen, die es früher hatte - ganz im Gegensatz zu "Reign Of Light".

Herausgekommen sind dabei wenigstens ein halbes Dutzend überragender Stücke. Das harte "Valkyries' New Ride" ist eines der Highlights des Albums, mit richtig fiesem Doublebass (der so auch zum ersten mal seit "Passage" wieder am Start ist) und dem ersten offen politischen Text von Samael. Der Irakkrieg und der Medieneindruck davon ist auch an Samael nicht vorbeigegangen und so gibt es den ersten Antikriegssong von den Schweizern.

Wie üblich gibt es den Opener, der ein absolutes Highlight ist - hier der Titeltrack, der gleichzeitig der eingängigste Song des Albums ist. Weitere Highlights sind natürlich "Slavocracy", ebenfalls mit politischen Statements gespickt, hart, stellenweise schräg und in gewissen Teilen an "Ceremony Of Opposites" erinnernd. DAzu das ultraharte, sehr rhythmische "On The Rise", das epische "Olympus" - jeder Song ein Highlight. Manchmal scheint es, als wäre jedes einzelne der neuen Stücke eine helldunkle Fortführung von einzelnen Stücken von "Passage". Man kann lose Beziehungen knüpfen und deutliche Zitate erkennen.

Kurzum: Samael haben den absoluten Volltreffer gelandet. Immer noch sind die Schweizer die einzige Band des gesamten Metalgenres, die nicht klingt wie irgendwer anders. Einzigartig, sozusagen, und dem Anspruch, den man als Hörer an eine einzigartige Band stellt, wird Samael mit einem strahlenden Augenzwinkern mehr als gerecht. Eine perfekte Metalscheibe.


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Aus meiner Sicht zwar "nur" ihr zweitbestes Werk (nach Passage), aber dennoch weit über Durchschnitt...und von Durchlauf zu Durchlauf besser...

von Galaxor (05.06 | 09:11)

Genau das ist ja das spannende, das es von mal zu mal besser wird. Und ich weiß, man sollte den Legendenstatus von "Passage" eigentlich nicht angreifen....

von The Wendigo (05.06 | 10:54)

Hehe, so siehts aus! :) Aber tatsächlich ist "Passage" das Album, das bisher am stärksten meinen Nerv trifft.....wahrscheinlich aufgrund des etwas höheren Härtegrades.

von Galaxor (05.06 | 17:14)
 
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