"Not Final Master" prangt in roten Lettern auf der Promo-CD und so muss man dieser Review voranstellen, dass das endgültige Urteil auf Rezensentenseite wohl noch nicht gefällt ist. Weiterhin kann man aber schonmal konstatieren: das neue Machwerk aus dem Hause Behemoth ist ein Deathmetalbrecher der Oberliga. Wo sich bei "Demigod" die Meinungen über den Wandel der Band spalteten, kann man mit "The Apostasy" vermutlich den einen oder anderen verlorenen Fan wiedergewinnen und den Großteil der aufgebauten Fangemeinde weiterhin begeistern. Keine allzu neue Kunde ist es, die der Opener "Rome 64 C.E." verbreitet: ein kurzes majästätisches Intro und schon geht das Riff-Stakkato los. Technisch vielseitig beeindruckt der neue Silberling vor allem durch das facettenreiche Schlagwerk und das komplexe Songwriting. Dennoch wird sich hier nicht verzettelt und nach dem einen oder anderen wilden Solo-Ausflug geht es direkt weiter in Richtung Magengrube. Das folgende "Slaying The Profets Ov Isa" erhält seine Durchschlagskraft durch den Kontrast zwischen handfestem Extrem-Geprügel und sphärischen Melodien, "Prometherion" vereint Thrash-, Death- und Blackmetal-Einflüsse zu einem einzigen dicken Brett. Einfallsreich und druckvoll geht es weiter, "The Apsotasy" hält den geneigten Mosher in Atem. Einzig die Vocals wirken etwas eintönig, wobei sie hierdurch als roter Faden im detailverliebten Songwriting dienen. Folk-, Jazz- und Chorelemte werden sparsam zur Unterstützung der durchgehend düsteren Athmosphäre hinzugezogen und tragen ihren Teil zur Viefalt des Werkes bei. Im Prinzip ist für jeden Freund der härteren Klänge etwas dabei, man muss sein Highlight nur finden. Oder sieht "The Apostasy" als das Gesamtwerk einer experiemtierfreudigen und dennoch durchweg extremen Band, die damit ihren Status unter den Größen der europäischen Deathmetal-Szene sicher noch weiter ausbauen wird.