Für vier Songs bieten die Japaner von Blood Stain Child auf ihrem neuen Album soliden, aber weitestgehend überraschungsarmen und wenig eigenständigen In Flames/Soilwork/Dark Tranquillity-Metal. Bei "Pitch Black Room" wird aber plötzlich und mit Vehemenz die Elektronikkiste ausgepackt. Techno-Beats und Loops verbinden sich bei diesem Song mit Heavy-Gitarren und einem hübschen Piano-Intermezzo zu einem wirklich interessanten Song, der aber selbst nach mehreren Durchläufen sicher Geschmackssache bleiben wird. Auch im weiteren Verlauf des Albums hört man immer wieder elektronische Elemente, meistens werden diese jedoch nur als Beiwerk eingesetzt, selten (außer noch beim fast reinen Techno-Instrumental "Peacemaker" und bei den beiden letzten Songs des Albums) sind sie so konsequent in den Vordergrund geschoben wie bei "Pitch Black Room", der damit locker als der spannendste Song von "Mozaiq" durchgeht. Das soll aber nicht heißen, dass der Rest des Albums völlig uninteressant ist. Die Jungs aus Osaka verstehen ihr Handwerk und bieten eine Reihe Songs, die gut nach vorne gehen und mit sauberen Riffs und der ein oder anderen gelungen Melodie aufwarten können. Das Zusammenspiel von Kreischen und Gesang funktioniert auch sehr anständig und beim Song "Innocence" weiß eine sparsam eingesetzte Frauenstimme zu gefallen. Sieht man jedoch von den zwar meist gut in den Gesamtsound eingebauten, jedoch bei vielen Songs auch etwas halbherzig anmutenden Dance- und Trance-Elementen ab, so bleibt eben meist nicht viel mehr übrig als eine gute, aber nicht sonderlich originelle Schweden-Death-Kopie. Interessanter wäre es sicherlich, wenn sich Blood Stain Child stärker darauf konzentrieren würden die Fusion von melodischem Deathmetal mit tanzbarer Elektronika zu perfektionieren. Auf "Mozaiq" kommt die Band in dieser Hinsicht etwas zu selten über Ansätze hinaus. Wenn sich die Band mehr auf ihre eigenen Stärken verlässt und ihre musikalischen Vorbilder Vorbilder sein lässt, ohne sie zu kopieren, kann der aufgeschlossene Musikfreund in Zukunft noch das ein oder andere spannende Album von den jungen Japanern erwarten. "Pitch Black Room" und das letzte Drittel des Albums zeigen auf, wohin die Reise gehen könnte.