Das war's dann also. Dependent, eines der besten Elektro-Labels der vergangenen Jahre, macht endgültig das Licht aus. Zum letzten Release hat man die 4-Track-Maxi "What used to be" von Mind.in.a.box auserkoren, die gar nicht den Weg in den normalen Handel finden wird, sondern zur einen Hälfte an die Presse und zur anderen an ein paar Mailorder verteilt wurde. Insofern kann man die Scheibe wohl als eine Art Bewerbung für die Plattenfirmen betrachten. Und als solche sollte es dem österreichischen Duo leicht fallen, eine neue Labelheimat zu finden. Der Titeltrack zeigt Mind.in.a.box von seiner besten Electro- und Future-Pop-Seite, geht schnell ins Ohr und beinhaltet viele Details und Spielereien, die man seit jeher von ihnen kennt und die sie zu einer der führenden Bands dieses Sektors gemacht haben. Besonders auf dem knapp 9-minütigen Long Edit von "What used to be" toben sich die Beiden so richtig aus, während der Turning Point Mix den Song in ein minimalistischeres und beatlastigeres Licht rückt. Abgerundet werden die 24 Minuten durch den bisher unveröffentlichten Song "One Day", der deutlich poppigere Züge trägt und eine würdige B-Seite darstellt. Mit "What used to be" in der Hand brauchen sich Mind.in.a.box um die Zukunft keine Sorgen machen. Durch die vergangenen drei Alben haben sie sich einen hervorragenden Ruf im Electro-Pop Genre erarbeitet und deuten mit der Maxi an, dass man noch einiges von ihnen erwarten kann.