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Gothic Rock, die einhunderttausendste. Die meisten dieser Bands, Scream Silence, The Cascades, und so weiter bringen in schöner Regelmäßigkeit Alben auf den Markt, die alle ganz gut sind. Man kann ihnen nichts vorwerfen außer vielleicht eine gewisse Gleichförmigkeit.
Nun also eine weitere Band mit Beyond The Void. Passt stilistisch zu Mono Inc., zu den 69 Eyes, zu HIM, zu allen üblichen Verdächtigen. Aber irgendwie macht das Album trotzdem verdammt viel Spaß. Ja, das ist klassischer Gothic Rock. Mal mit tatsächlich schnellen metallischen Parts ("Dive Into Midnight"), immer mit klassischen Gitarrensoli und manchmal mit voll auf die Zwölf-Rock.
Hat mit Peinlichkeiten wie dem Gothic Metal Rock von Crematory oder ähnlichen Konsorten nichts zu tun. Eher folgt man der melodiösen Genialität von HIM, kombiniert das aber mit einer dieser schönen sonoren tiefen Stimmen.
Bei "Seductora" haut man ein wenig in die The 69 Eyes - Kerbe. Weiblichen Gesang gibt es auch. Dezente elektronische Samples, Keyboards. Alles schon mal gehört. Mit "Nihilism" ist auch ein unerträglicher balladesker Griff ins Klo am Start, der irgendwie wirkt, als hätte Dieter BOhlen ihn geschrieben.
Was macht das Album nun dennoch besser als das "naja ganz gut" der Konkurrenz? Die Musik ist weder wirklich eigenständig, noch originell.
Aber der Schwung, der Spaß, der Enthusiasmus, der aus jeder Note dieses Albums strahlt, macht halt Freude. Spielwitz und Begeisterung können eben in Kombination mit einem Spürsinn für feine Melodien einen ganzen Karren wieder flott machen. Beyond The Void sind halt von allem ein bisschen mehr als die Konkurrenz, und plötzlich hat man trotz des wahrlich nicht originellen Grundgedankens ein tolles Album.
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