Mit "Das Kult-Album der finnischen Pioniere nordischer Dunkelheit" wird das Re-Realese von 1993 beworben. Black Crucifixion also, Pioniere des finnischen Black Metals... hmm nie gehört und die Pioniere dieses Landes sind für mich doch eher Horna und Behexen, aber nun gut, riskieren wir mal ein Ohr. Nach einigen Minuten stellte ich mir die Frage: "Das ist Black Metal? Es muss ja nicht immer rasend sein, aber doch ne Spur zu langsam und für Funeral Doom ist es dann doch wieder zu schnell!" Wer jetzt allerdings einen Verriss erwartet, sieht sich getäuscht. Für dieses Album muss man sich nämlich die Zeit nehmen, es auf sich einwirken lassen. Heraustechend sind hier die "Predigen" des Sprechsängers, leidend und sehnsüchtig appeliert er an seine Zuhörer. Die Riffs sind schlicht und doomig aber doch einprägend. Das Schlagzeug scheppert munter im Takt der Gitarren mit. Untermalt wird das ganze Album stellenweise von Akustik Parts, Klavier und Chören. Da ich das Original nicht kenne, kann ich also zu den neuen Liner Notes nichts sagen, ebenfalls nicht vom neuen Artwork und neuen Bildern, da ich leider mit einer Pappschachtel Vorlieb nehmen musste. Vielleicht erbarmt sich das Label meiner ja noch und schickt mir dies nach, damit ich dazu noch was schreiben könnte. Allerdings ist die Aufnahme doch recht gut, wenn man bedenkt, dass man ein 15 Jahre altes Schätzchen in den Händen hält. Stellenweise etwas dumpf, aber nun gut, unsereins ist Schlimmeres gewohnt. "Promethean Gift" empfehle ich aber doch eher denjenigen, die sich mehr dem Doom zugesprochen fühlen, als den Fans vom High Speed Black Metal. Fazit: Mal was anderes aus diesem Bereich.