Mitten im Ruhrpott liegt Oberhausen, dass als seine größte Attraktion "Europas modernstes Einkaufs- und Freizeitzentrum" preist. Da muss sich ja Widerstand regen. Also singen die dort beheimateten Jungs von Black Friday 29 mit einem beharrlichen Straight Edge-Anliegen gegen die grassierende Banalisierung ihrer Umwelt an. Nach "The Escape", das jetzt auch schon vier Jahre alt ist, liefern sie nun endlich ihr zweites Album ab. "The Pursuit Of Happiness" ist schon äußerlich ein Schmankerl, die CD kommt in edlem, mattem Schwarz daher. Und auch das, was drauf ist, kann sich absolut hören lassen. Das Album lebt von einem Gitarrenspiel mit ganz klaren Metal-Anleihen, einem engagierten Schlagzeug und einem schön-schweren Bass. Darauf legt sich wie selbstverständlich die wütende Stimme von Sänger Björn, unterstützt von pointiert eingesetzten, kraftvollen Mehrstimmen-Einlagen. Nach einer kleinen Aufwärmphase geben Black Friday 29 auf ihrer neuen Platte dann richtig Gas und gehen ordentlich auf Tempo, dass nur gelegentlich abgelöst wird vom typischen schwerfällig-tragenden Hardcore-Style. Das alles wird passend ergänzt durch gelungene, eingängige Melodien. Gewöhnungsbedürftig ist lediglich die vereinzelte komplette Rücknahme vom Bass, die immer wieder einen irritierten Blick zum entsprechenden Regler der Anlage zur Folge hat und nicht so wirklich nachvollziehbar ist. Somit bietet "The Pursuit Of Happiness" ganze 12 Songs in knackigen 35,5 Minuten zum laut Hören und allesamt mit Texten zum Nachdenken. Temporeicher, authentischer Hardcore also, der den Vergleich mit dem Eastcoast-Kult nicht zu scheuen braucht.