Wieder einmal erhebt sich der Dämon Baal-Peor um dem sonst so beschaulichen, gemütlichen Österreich und dem Rest der Metalwelt zu zeigen, wo der musikalische Hammer hängt. Belphegor lassen mit ihrer neuen Scheibe "Bondage Goat Zombie" einmal mehr ein richtig fettes Hassbrett auf die Menschheit los. Aber - ja es gibt ein aber - dieses Album macht zwar, wie man es von Belphegor gewohnt ist, in Sachen Tempo keine Gefangenen, kommt allerdings weitaus abwechslungsreicher, ausgefeilter und erwachsener rüber als alles, was die Herren in den vergangenen fünfzehn Jahren veröffentlicht haben. Vorbei sind die Zeiten, in denen es Helmuth und Co. nur darum ging, provozierende Texte mit rasender Geschwindigkeit in die Köpfe der Hörer zu prügeln. Stattdessen kann man sich an einem wohl durchdachten und strukturierten Album erfreuen, das mit Groovehämmern wie den großartigen "Sexdictator Lucifer" oder "The Sukkubus Lustrate" ebenso aufwartet wie mit dem stampfenden und mit Belphegor-typischen, ganz im Vordergrund stehenden rasenden Gitarrenparts aufwartenden "Chronicles Of Crime". Auch Helmuths Vorliebe für klassische Gitarren wird in "Armageddon's Raid" Tribut gezollt, was durchaus stimmig ins Gesamtbild passt und den bereits erwähnten neuen Wind im Hause Belphegor unterstreicht. Auch der Opener "Bondage Goat Zombie" ist mit Textpassagen in Deutsch, Englisch und Latein sowie ordentlich Druck ein dämonisches Abenteuer. Alles in allem ist "Bondage Goat Zombie" ein abwechslungsreiches und ausgefeiltes Album geworden, das auch Leuten, die mit Belphegor bisher nicht so viel anfangen konnten, hiermit ans Herz gelegt sei. Fette Gitarrenriffs, Helmuth's dominierender und mächtiger Gesang, spielerisches Können, Abwechslung und eingängige Melodien sowie rasende Blastbeats, die alles in Schutt und Asche legen - das alles ist auf diesem Album perfekt vereint! Ein wahrhaft respektabler Schritt in die richtige Richtung für Belphegor!