Das nun bereits dritte Album der Berliner Band Monkeeman um den ehemaligen Rosenstolz-Gitarristen Ralf Lübke war dieses Mal eine Eigenproduktion. Hierbei wurden zum Teil einfach nur die Instrumente getauscht und einige Liter Bier mehr getrunken - ganz im Sinne von Rock'n'Roll. Ob es dem Album "Life In The Backseat" gut getan hat? Und ob! Zu Monkeemans wichtigsten Einflüssen gehören The Beatles, The Jam, The Clash und Oasis. Die nicht selten britisch klingenden Songs von Monkeeman überzeugen mit stilistischer Vielfalt. Zwar fast ohne Balladen und ganz ohne Akustikgitarre, aber doch mit zeitlosen Melodien. Der charmante Indie-Pop mit ohrwurmartigen Refrains zieht einen roten Faden durch das gesamte Album. Sehr energisch springen sie von der Mod Bewegung zu Ska, wie zum Beispiel bei "Town Of The Lost", bis hin zu ein bisschen Liverpool bei "City Lights". Schon fast streitlustig machen sie ihre Kritik gegen den Teil der Gesellschaft deutlich, deren Augenmerkmal sich ausschließlich auf das Geld konzentriert. Die erste Single aus dem Album ist "Lonely Guy" ist der perfekte Repräsentant für die Musik der Band. Der Sound ist tight, rockig und dreckig. Mal wieder wurde das Album von Patrik Majer in seinem Berliner Freudenhaus gemixt. Ganze elf großartige Songs! Leider ist der Spaß nach nur 35 Minuten bereits vorbei - ein bisschen mager, oder!? Put it on repeat, please!