Vor vier langen Jahren erschien das letzte Studioalbum "Blood And Believe" eines der sympathischsten Frontmänner des Metal-Genres, danach drehte das Schicksal so richtig für Blaze Bayley auf. Der ehemalige Iron Maiden- und Wolfsbane-Sänger musste seine Alkoholsucht überwinden, Krankheit überstehen und eine komplett neue Band zusammenstellen. Dies ist ihm gelungen, mit einer schlagkräftigen Mannschaft zelebriert einer der ausdrucksstarksten Vokalisten aus dem harten Bereich endlich wieder das, was er immer wollte: Knallharten Metal! Hoffen wir nur, dass ihm das weiterhin Kraft gibt, die er seiner erkrankten Frau und Managerin Debbie spenden kann. Alles Gute an dieser Stelle! Symbolisch beginnt "The Man Who Would Not Die" mit dem Titeltrack, der inhaltlich alles sagt, wo Blaze Bayley steht, was er denkt und zeigt, dass dieser Mann niemals aufgibt, was da auch komme! Wie auch bei den drei vorherigen Solo-Alben regiert bei Blaze moderner Heavy Metal, der mit Wucht, brachialen Gitarren und wundervollen Melodien ausgestattet ist und dargeboten wird. Wie auch in der Vergangenheit ist der Grundtenor düster gehalten, was erneut mit der intensiven Stimme des Briten harmoniert. Gitarrenwalzen riffen sich gnadenlos durch zwölf Tracks, die durchweg hochklassigen, anspruchsvollen Heavy Metal bieten, der sich nicht zurück nimmt, mit Einsatz, Leidenschaft, Wut und Aggression lärmt, feine Twin Guitars aufbietet und worüber das dunkle Organ Blaze Bayleys thront, der sich stimmlich weiterentwickelt hat und mit noch mehr Druck und Einfühlungsvermögen singt. Und immer noch die besten Oh-oh-oh-ohs der gesamten Szene bringt! Der Titeltrack läutet ein wahres Metal-Feuerwerk ein, nach diesem Riff-Monster drückt sofort das flotte "Blackmailer" weiter, welches alle Facetten und Vorteile der aktuellen Bandbesetzung beinhaltet. "Smile Back At Death" und "Samurai" sind eindeutige Botschaften und zeigen den Briten von seiner bisher härtesten Seite. "The Man Who Would Not Die" ist ein extrem schlüssiges, komplexes und überragendes Album eines der unterbewertetsten Sänger des Metal-Genres, welches mit einem brillant-symbolhaftigen Artwork, einer wuchtigen Produktion und einer beispielhaften Teamleistung die Höchstnote verdient!