Hallo Mainstream. Nach der EP "Wasting Life" veröffentlichen die Schweden All Ends jetzt ihr selbstbetiteltes Debutalbum. Mit seichtem Bassgitarrenpopmetal haben sich die Fünf zum Ziel gesetzt ein möglichst breites Publikum mit metallastiger Musik zu erreichen. Und genau das merkt man der Platte in jeder Sekunde an. Im Zentrum der Arrangements stehen die Stimmen der zwei Frontfrauen. Allerdings ist es manchmal schwer die Beiden auseinanderzuhalten, da ihren zwar nicht das gesangliche Können aber die Persönlichkeit fehlt. Ausgestattet mit viel Hall und poppigen Melodien ist der Einheitsbrei perfekt. Das Ganze wird dann mit schön tiefen Riffs unterlegt, Schlagzeug gibt's natürlich auch und hin und wieder ein paar elektronische Effekte. Heraus kommt eine glatt produzierte Mischung, die dem popgewöhnten Massenpublikum vielleicht wie Metal vorkommt, wenig Abwechslung und im Prinzip nichts Neues bietet. Bei einigen Tracks, vor allem der Ballade "Just a Friend" fühlt man sich stark an Evanescence erinnert. Mit ruhigem Klavier-Intro und bombastischem Refrain ist das Lied auch gar nicht schlecht, das stimmliche Potenzial von Tinna Karlsdotter macht sich hier bemerkbar. An die düstere Stimmung von Evanescence reichen All Ends aber auch hier nicht heran. Zeilen wie "I want to feel / but my heart I gave away" greifen zudem noch ziemlich tief in die Kitschkiste. Das stößt auch bei "Regrets", dem dritten Stück des Albums, ungut auf. Hier erreicht der Popeinfluss einen Höhepunkt, dazu hört man dann teeniehaftes Gejammer à la "I regret it till the day I die / but you never see me when I cry". Einzig beim zehnten und letzten Song scheint man dem Publikum ein klein bisschen mehr Metal zuzumuten. Da gibt es sogar gleich zu Anfang eine Double Bass zu hören, auch ansonsten liegt das Tempo etwas über dem mid-tempo der restliche Stücke. Vielleicht ist das ja wegweisend, dass aus All Ends tatsächlich nochmal Metal wird?