Steve Mason, seines Zeichens Kopf der Schotten The Beta Band, ist wieder da. Doch anstatt eines Trip Hop/ Folk-Gemisch, wie man es auch bei seinem letzten Solo-Ausflug King Biscuit Time zu hören bekam, geht es diesmal in die Clubs der späten 80er Jahre. Unter dem Projektnamen Black Affair nahm Mason in New York zusammen mit dem einstigen DJ-Wunderkind Jimmy Edgar 13 Songs für das Album "Pleasure Pressure Point" auf. Wie der Titel schon suggeriert, handeln die meisten Songs dabei von Hedonismus, Bessenheit und lasziver Sexualität. Den Worten des Erschaffers zu Folge entstand das Album aus einer sehr zerstörrerischen Beziehung heraus. Zur musikalischen Untermahlung der Texte dienen vor allem Anleihen von Detroit Techno, R&B und Electro-Hop. Zusätzlich wird dieses 80er-Revival durch den düsteren Touch von New Wave-Bands a la Depeche Mode abgerundet. Zugegeben, einen derartigen Stilwechsel hätte man von Steve Mason nicht unbedingt erwartet. Dass sich das Ergebnis aber durchaus sehen lassen kann, ist nicht zu verleugnen. Genau so wenig, wie die Vermutung, dass The Beta Band-Fans das Black Affair-Debüt nicht zwangsweise mögen müssen.