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Cradle Of Filth -  Godspeed On The Devil's Thunder     Artist:  Cradle Of Filth
    Album:  Godspeed On The Devil's Thunder
    Label:  Roadrunner
    Release:  24.10.2008
   Medium:  Album
    Genre:  Blackmetal ausdrucken 
    Autor:  The Wendigo empfehlen/teilen 
 

Soso, Cradle Of Filth. Schon wieder. In letzter Zeit hat sich bei den Jungs die Schlagzahl was Albumreleases angeht, mächtig erhöht. Üblicherweise hat darunter die Qualität zu leiden. Bei Cradle Of Filth ist das nicht so. Ganz im Gegenteil.

Irgendwie schien es, als hätten sich die britischen Krawallmacher in den letzten Jahren in einer Selbstfindungsphase befunden. Stellenweise unausgegorene, viel zu konfuse und für seriösen Black Metal viel zu moderne Anleihen wie auf "Damnation And A Day", gefolgt von Ausflügen in den Fast-Gothic Metal auf "Nymphetamine" und noch mehr auf "Thornography" - irgendwie lief es aus dem Ruder bei den Briten, deren letzte wirklich grandiose Alben ("Cruelty And The Beast", "Dusk And Her Embrace") mittlerweile 10 bzw. 12 Jahre zurückliegen. Zwar gab es dazwischen noch das passable "Midian", aber auf allen Alben danach waren jeweils maximal ein oder zwei Highlights, versteckt in einem kruden Durcheinander von nicht zu Ende gedachter Songs. So war die Band in einem kreativen Loch verschwunden, in dem sie eigentlich abgeschrieben war.

Genau das dachte sich die Band aber wohl auch und beschloss, songwriterisch dahin zurückzukehren, wo die Band mal war. So entstand mit "Godspeed And The Devil's Thunder" das beste Album der Band seit 12 Jahren, wenn nicht das beste seit dem legendären Debutalbum "The Principle Of Evil Made Flesh".

Zunächst einmal ist man wieder zum Konzeptalbum zurückgekehrt. Der textliche Kontext gibt auch musikalisch den Stücken gleich einen ganz anderen Zusammenhalt. Inhaltlich hat man sich von dem ewigen Blutsauger-Gewäsch verabschiedet und sich eine der legendärsten Figuren der französischen Geschichte vorgenommen: Gilles de Rais. Wem das jetzt nichts sagt - einfach mal ein Buch über den Herren besorgen, das ist eine faszinierende Gestalt. Angeblich Geliebter von Jeanne d'Arc, dekadenter Lebemann mit Vorliebe für große Feste, schließlich christlich gläubiger Satanist(!), Kinderschänder (ein Thema, dass die Band wohlweislich und vernünftigerweise außen vor gelassen hat), und schließlich Massenmörder von über 100 Menschen. Der erste echte Serienkiller der europäischen Geschichte, der zu privatem Zweck gemordet hat und dies nicht als Soldat, dazu ein Schizophrener, der im Namen von Christus und der Mutter Maria um das Erscheinen von Satan bittet (wie auf dem Album bei "Sweetest Maleficia" dargelegt).

Cradle Of Filth greifen diese Geschichte an dem Punkt auf, als Jeanne d'Arc verstarb und de Rais sich der dunklen Seite zuwand. (auf dem Album mit dem dritten Song "The Death Of Love"). Das vorhergehende Intro sowie der Opener "Shat Out Of Hell" geben den Ton der Geschichte und der Musik vor, eine Art Zusammenfassung der folgenden 60 Minuten.

Und so gibt es in diesem Stück bereits alles, was den Rest des Albums ausmacht: Rasenden Black Metal der schnellsten und genialsten Sorte, Ohrwurmmelodien, wie sie die Band seit "The Forest Whispers My Name" nicht mehr geschrieben hat, bombastische Keyboards und mitreißende Gitarren. Die Stücke sind von langsam und tragend ("Ten Leagues Beneath Contempt", und natürlich "The Death Of Love" - der wohl eingängste, ruhigste, traurigste und einer der besten Songs der Bandgeschichte) bis hin zu nahezu unendlich rasend, hart und fies ("Godspeed On The Devil's Thunder" und auch "Sweetest Maleficia") in jeder Spielart vorhanden.

Noch nie war die Produktion eines Cradle Of Filth-Albums so gut. Jeder Ton ist bis ins kleinste Detail ausgefeilt und bewahrt dennoch etwas der frühen Räudigkeit der Band. Die modernen Elemente sind glücklicherweise komplett ad acta gelegt. Dafür bildet das Album eine songwriterische Einheit, die an "Cruelty And The Beast" erinnert. Die Stücke sind durchweg überlang, werden fast alle durch eine gesprochene Einleitung begonnen, um den Punkt in der Geschichtserzählung zu bestimmen, an dem sich der Hörer gerade befindet.

Stücke wie "The 13th Caesar" und eben "The Death Of Love" gehören zum besten, was im Black Metal je geschaffen wurde. Und es ist kein Wunder, dass das aus der Szene ausgestoßene Kind Cradle Of Filth diese Leistung vollbringt. Wer sich keinen Regeln unterwerfen muss, schafft irgendwann ein Meisterwerk. Und genau dieses ist Cradle Of Filth gelungen.

"Godspeed On The Devil's Thunder" ist nichts anderes als das beste Black Metal-Album seit 10 Jahren - lediglich das unfassbar schlechte Coverartwork könnte die Leute abschrecken. Die miese Computergrafik ist dem musikalischen Niveau einfach unwürdig.


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Gutes Metal-Entertainment haben CoF immer abgeliefert, aber die beiden letzten Alben waren ein bisschen handzahm. Nicht so "Godspeed...", das eine beeindruckende Ansammlung perfekt geschriebener, arrangierter und produzierter Songs aufweist. Hätte man der Band gar nicht zugetraut; satt sind die Herren definitiv noch nicht, das haben sie mit dieser Scheibe dokumentiert. Und Dimmu Borgirs gutes, aber tendenziell etwas unspannendes und zu sehr auf Nummer Sicher gehendes Album "In Sorte Diaboli" lassen CoF mit "Godspeed..." hinter sich. Und das sage ich als einer, der über Jahre die Norweger immer ein Stück weit mehr schätzte als die Engländer! Das beste Black Metal-Album seit 10 Jahren? Ich werfe mal spontan "Grand Declaration Of War" von Mayhem in die Runde - das war 2000 ;-)

von Antal (24.10 | 23:09)

Jo, aber das war ja auch Mist ;-))

von The Wendigo (25.10 | 13:20)
 
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